Hude - Nach 16 Jahren als Förster im Friedwald Hasbruch verlässt Gabriel Theermann das vierköpfige Betreuungsteam. Im allerkleinsten Rahmen überreichten Dr. Martin Dippel im Namen der Niedersächsischen Landesforsten und Alexander von Heimendahl für die Firma Friedwald als Dankeschön zwei Nachbildungen der eisenzeitlichen Kultfiguren, die 1965 am Bohlenweg im Wittemoor gefunden wurden.
Von Anfang an dabei
Gabriel Theermann war Friedwald-Förster der ersten Stunde. Seit der Eröffnung im Jahr 2004. Er habe wesentlich zum guten Ruf des Friedwaldes beigetragen, bedankte sich Dippel für das langjährige Engagement.
Der 71-jährige Theermann kennt den Friedwald wie seine Westentasche, war er doch von 1979 bis 1999 dort Revierförster, bevor er das Revier Tüdick bei Wardenburg für sechs Jahre übernahm. „Die Teilzeitbeschäftigung im Friedwald hat mir dann den Übergang in den Vorruhestand erleichtert“, so Theermann. Etwa 1700 von den mittlerweile mehr als 5200 Urnenbeisetzungen hat er seitdem begleitet und bis zu 2000 Mal, schätzt er, Waldbegänge zur Baumauswahl mit Interessenten betreut. Der Ablauf einer Bestattung im Friedwald sei genau geregelt. Aufgabe sei es, die Beisetzungsstelle am Bestattungsbaum herzurichten und den Zugang nötigenfalls freizuräumen. „Da greift man auch schon mal zur Motorsense“, so Theermann. Der Ablauf der Feier richte sich nach den Wünschen der Angehörigen. Anschließend werde die Grabstelle verschlossen und mit Waldmaterial abgedeckt.
Immer noch ein Wald
Der neue Lebens- und Berufsabschnitt als Friedwaldförster brachte auch neue Erfahrungen mit sich. „Es ist sehr befriedigend, Menschen beistehen zu können, und ich habe in dieser Zeit viel über das Leben und den Tod gelernt“, so Theermann. Die professionelle Sachlichkeit würde den Angehörigen bei den Bestattungen Halt geben, obwohl gerade die Urnenbeisetzung junger Menschen oder von Kindern am Sternschnuppenbaum ihn immer wieder berührt hätten. Der Friedwald Hasbruch gehört landes- aber auch bundesweit zu den am stärksten nachgefragten Standorten für Waldbestattungen und ist dabei für Theermann „trotz der fünftausend Beisetzungen immer noch ein Wald geblieben.“
