Hude - Es hat mittlerweile schon eine gewisse Tradition: Vor Saisonbeginn wissen die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg II um Trainerin Inge Breithaupt nie so ganz genau, wie der zukünftige Kader aussieht. Dementsprechend schwer fällt es somit auch den Verantwortlichen, eine klare Zielsetzung für die Mannschaft zu formulieren – die es dann aber meist immer irgendwie schafft, oben in der Tabellen mitzuspielen. Das ist auch in der laufenden Spielzeit in der Landesklasse Nord nicht wirklich anders. Denn mit 11:5 Punkten mischt die Oberliga-Reserve der HSG als Tabellendritter wieder einmal im vorderen Drittel mit.
So ist auch Inge Breithaupt mit dem bisherigen Verlauf der Saison recht zufrieden. „Schon die Vorbereitung war eigentlich recht gut verlaufen, auch wenn nicht immer alle Spielerinnen auf Grund von Urlaub und Beruf teilnehmen konnten“, resümiert die erfahrene Trainerin. Selbst zu Saisonbeginn mussten hinsichtlich des Kaders noch einige intensive und klärende Gespräche geführt werden, die aber zur Zufriedenheit aller gelöst wurden. So waren im Auftaktspiel beim Wilhelmshavener SSV auch alle wichtigen Spielerinnen wieder an Bord, und es gelang ein 33:27-Erfolg.
Allerdings blieben die Huderinnen nicht lange auf der Sonnenseite, und schon im Heimspiel gegen Neuenburg/Bockhorn (26:26) zeigte sich spätestens durch die Verletzung von Anja Wessels, dass die Mannschaft Ausfälle noch nicht so einfach wegstecken kann. „Besonders arg war es im Spiel bei der HSG Friesoythe“, erinnert Breithaupt an den dritten Spieltag und die erste Niederlage (26:28). Hier fiel aus dem Mini-Kader mit Inke Meyerholz eine weitere wichtige Akteurin verletzungsbedingt aus. Es folgte eine 27:33-Heimpleite gegen Meisterschaftsfavorit TuS Frisia Goldenstedt – und Hude/Falkenburg II fand sich zunächst in der unteren Tabellenhälfte wieder.
Dort wollte das Team natürlich nicht bleiben, und da Inge Breithaupt in den folgenden Spielen nach den Herbstferien wieder auf alle bewährten Kräfte zurückgreifen konnte, kam man immer besser in Schwung. Alle vier Spiele im November konnte die HSG-Reserve für sich entscheiden. Den Auftakt zur Siegesserie machte das 29:24 bei SV SF Larrelt, danach gab es klare Heimerfolge gegen TuS Esens (31:19) und TV Neerstedt II (32:22) sowie zum Abschluss ein ganz knappes 27:26 auswärts gegen HSG Emden.
Klar, dass die Huderinnen zu diesem Zeitpunkt auch gerne weitergespielt hätten. „Wir hatten gerade richtig in die Spur gefunden“, resümiert die HSG-Trainern. Allerdings kam es dann Anfang Dezember bekanntlich zur coronabedingten Saisonunterbrechung. An diesem Wochenende soll es nun auf HVN-Ebene mit dem Spielbetrieb wieder losgehen. „Da hätte ich vor ein paar Wochen nicht wirklich dran geglaubt“, blickt Breithaupt dem Re-Start eher mit gemischten Gefühlen entgegen. Während der Wettkampfpause wurde bei den HSG-Handballerinnen trotzdem weiter trainiert, einmal wöchentlich kam die Mannschaft hierfür zusammen. An diesem Sonntag, 16. Januar (15.45 Uhr), muss das Team schließlich wieder fit sein, wenn man in der Huder Jahnhalle gegen die SG Obenstrohe/Dangastermoor antritt.
