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Mehrzweckhalle in Hude Dieser „Dachschaden“ wird immer komplizierter

Bei der Halle am Huder Bach sollte nur das Dach saniert werden. Doch es lief einiges schief.

Bei der Halle am Huder Bach sollte nur das Dach saniert werden. Doch es lief einiges schief.

Hude - Reichlich Probleme hat die Gemeinde Hude mit der Dachsanierung ihrer Mehrzweckhalle am Huder Bach. Zunächst war die Freude groß, dass das Land Niedersachsen das eine Million Euro teure Projekt mit 400 000 Euro fördert. Die Arbeiten sind im Frühjahr gestartet, im Mai ging Kämmerer Olaf Hespe davon aus, dass aufgrund witterungsbedingter Verzögerungen wohl erst Ende Juli die Fertigstellung erfolgen könnte. Jetzt haben wir Ende September, und bislang ist noch völlig unklar, wann die Halle wieder genutzt werden kann.

Bei der Dachsanierung kam es während eines Starkregens zu einem erheblichen Wassereinbruch. Die Trocknung wurde vorgenommen, aber noch immer ist laut Fachbereichsleiterin Martina Schneider ungeklärt, ob der Hallenboden so stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, dass ein Austausch des Belags erforderlich wird. Das werden erst Messungen der Sporenbelastung ergeben, die das Gesundheitsamt fordert.

Schadstoffbelastung

Doch das ist noch nicht alles. Aufgrund weiterer Baumaßnahmen ist es laut Verwaltung zu einer Schadstoffbelastung im Kabinentrakt sowie im Treppenhaus und der oberen Etage gekommen. Die Bauarbeiten wurden eingestellt. Mittlerweile ist eine Fachfirma dabei, die Halle von den Schadstoffen zu reinigen. So lange dürfen die Bauarbeiten nicht fortgeführt werden. Wie lange die Reinigung dauert, konnte Martina Schneider am Freitag noch nicht sagen. Und erst danach könne festgestellt werden, ob ein Austausch des Hallenbodens erforderlich werde. Sollte das der Fall sein, könnten noch Monate ins Land ziehen, bis die Halle wieder für den Schul- und Vereinssport genutzt werden kann.

Der Ausschuss für Schule und Bildung wird sich deshalb in öffentlicher Sitzung am kommenden Montag, 27. September, 17 Uhr, in der Mensa der Peter-Ustinov-Schule in Hude über kurzfristige Alternativen für den Sportunterricht unterhalten. Die Oberschule habe dank des TV Hude bereits alle verfügbaren Hallenzeiten im Vormittagsbereich und an den Nachmittagen bis 15 Uhr in der Jahnhalle zur Verfügung gestellt bekommen, berichtet die Verwaltung. Damit seien aber nicht alle Lerngruppen versorgt.

Alternativen gesucht

Sollte es so kommen, dass die Halle am Huder Bach längerfristig noch nicht wieder genutzt werden kann, ist laut Verwaltung eine denkbare Alternative, um den verpflichtend anzubietenden Sportunterricht an Oberschulen gewährleisten zu können, die Errichtung eines beheizbaren Zeltes neben der Jahnhalle.

Die Kosten für drei Monate (Oktober bis Dezember) werden, inklusive Beheizung, auf rund 10 000 Euro geschätzt.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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