Hude-Hemmelsberg - Beim Versuch, seine Tiere aus dem brennenden Stall zu holen, zog sich ein Landwirt am Dienstagvormittag in Hude-Hemmelsberg nach Angaben der Feuerwehr schwere Verletzungen zu. Es gelang nach Polizeiangaben, einige der 18 Kühe und Bullen aus den brennenden Ställen zu holen. Zwei Tiere starben allerdings in den Flammen, weitere sechs mussten aufgrund ihrer schweren Verletzungen vom Veterinär eingeschläfert werden.
Ungeklärte Ursache
Gegen 11.30 Uhr waren die beiden Stallgebäude auf dem Betrieb am Milchweg aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Das Feuer breitete sich rasend schnell aus. Die Gebäude standen bereits im Vollbrand, als die ersten Feuerwehren eintrafen. Rund 160 Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienste waren laut Feuerwehrpressewart Maximilian Eilers vor Ort. Die beiden Ställe brannten komplett aus. Es gelang den Einsatzkräften jedoch, das angrenzende Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen zu bewahren.
Die Drehleiter der Berufsfeuerwehr Oldenburg war im Einsatz. Als schwierig erwies sich die Löschwasserversorgung. Löschwasserbrunnen waren schnell erschöpft, wie Feuerwehr-Sprecher Maximilian Eilers berichtete. Dank des Einsatzes vieler Feuerwehren, die viele Meter Schlauch verlegten, bekam man das Problem in den Griff.
Asbestplatten verbrannt
Zudem erschwerte starker Rauch die Löscharbeiten. Dieser war auch noch sehr gefährlich, weil Asbestdachplatten verbrannten. Für die Einsatzkräfte, die unter Atemschutz arbeiteten, standen im Anschluss die Einsatzhygieneteams der Feuerwehren Altmoorhausen und Wardenburg bereit, um die kontaminierte Kleidung zu wechseln.
Die beiden Ställe brannten komplett aus.
Klaus Derke
Von den Ställen blieben nur die Grundmauern.
Klaus Derke
Die Drehleiter kam ebenfalls zum Einsatz.
Klaus Derke
Großbrand auf einem Hof in Hude-Hemmelsberg.
Klaus Derke
Großbrand auf einem Hof in Hude-Hemmelsberg.
Klaus Derke
Großbrand auf einem Hof in Hude-Hemmelsberg.
Klaus Derke
Großbrand auf einem Hof in Hude-Hemmelsberg.
Klaus Derke
Großbrand auf einem Hof in Hude-Hemmelsberg.
Klaus DerkeFür die Versorgung der Helfer sorgte die Schnelleinsatzgruppe des Huder DRK. Das Drohnenteam der Malteser aus Ganderkesee half bei der Suche nach Glutnestern, die die Feuerwehrkräfte noch einige Zeit beschäftigten. Der starke Wind war ein Problem, er entfachte auch kleinste Glutnester immer wieder, so dass die Freiwillige Feuerwehr Altmoorhausen auch am Abend noch mal zu Nachlöscharbeiten ausrücken musste.
Hoher Schaden
Der Schaden dürfte, der durch das Feuer entstanden ist, dürfte immens sein, konnte aber laut Polizei, die die Ermittlungen aufgenommen hat, noch nicht genau beziffert werden. Vor Ort waren die Freiwilligen Feuerwehren Altmoorhausen, Wüsting, Hude, Sandkrug, Kirchhatten, Wardenburg und Dingstede, der Gerätewagen Atemschutz des Landkreises, zwei Rettungswagen, Polizei und EWE sowie auch Notfallseelsorger Pastor Udo Dreyer vom Krisenpräventionsteam der Malteser.
Hinweis der Redaktion : In einer früheren Version des Artikels haben wir berichtet, sämtliche Tiere hätten gerettet werden können und der Landwirt sei nur leicht verletzt worden. Am Abend hat die Feuerwehr ihre vorherigen Angaben korrigiert.
