Hude/Holle - „Der selbst verordnete Lockdown“ nimmt laut Pastor Udo Dreyer zu – und so kamen am 1. Advent nur 30 Besucher zum 2G-Konzert der Folkgruppe SoRo in die Holler St. Dionysius-Kirche. SoRo spielte und sang „unplugged“ – also ohne Verstärker. Dem Publikum wurde virtuose Musik zu Advent und Weihnachten geboten, untermalt durch die warme Altstimme von Sonja Grashorn. Das Zusammenspiel der Gitarristen Robert Grashorn und Christian Macha (neu im Ensemble) verbunden mit Sonja Grashorns Flöten- und Geigenspiel fanden den Weg in die Herzen des Publikums.
Die Advents- und Weihnachtslieder von fünf Kontinenten waren „ein Lichtblick für die Seele“, so Pastor Udo Dreyer. Beginnend mit dem plattdeutschen „Fresenhof“ und Liedern wie „Marys Boychild“ und der australischen Version von „Jingle Bells“, wo Kängurus vor den Schlitten gespannt werden, war auch das fröhliche „Amezaliwa Bhwana“ aus Tansania zu hören, das kasachische Wiegenlied „Bajuschki Baju“ und aus Korea „tan il dschong“ mit der Botschaft: Die Friedensglocken läuten und wir sind voller Hoffnung. Besonderer Höhepunkt war das auf gälisch gesungene schottische Lied „Leanabh an aigh“, dessen Melodie durch „Morning has broken“ bekannt geworden ist. Hier brillierte Christian Macha mit seiner tragenden Bassstimme.
Als Zugabe, die das Publikum mit begeistertem Applaus verlangte, gab es das zum Schmunzeln und Nachdenken einladende Lied „Was hat wohl der Esel gedacht in der heiligen Nacht“.
