Hude - Durch die Corona-Krise müssen Besucherinnen und Besucher auch in Restaurants untereinander auf Abstand gehen. Wer sich vom Tisch erhebt, legt einen Mund-Nasen-Schutz an. Das Lokal Nordenholzer Hof in Hude bietet neuerdings die Gelegenheit, den Abstand zu anderen Besuchergruppen noch stärker zu vergrößern – und verlagert einen Teil der Gäste auf Wunsch nach draußen.
Am Donnerstag ist unter freiem Himmel das sogenannte Hofiglu aufgebaut worden: Die durchsichtige Halbkugel hat einen Durchmesser von fünf Metern, eine Höhe von 3,30 Metern und eine Fläche von 17,6 Quadratmetern. Wegen der Corona-Krise sei das Iglu aber nicht angeschafft worden, erklärt Sara Michel, Assistenz der Geschäftsführung. „Den Gedanken hatten wir schon etwas länger.“ Bezüglich des Platzangebots passt die Neuanschaffung aber in die coronabedingten Vorgaben: Eine Gruppe mit maximal zehn Personen kann das beheizte Iglu in Kombination mit einem Drei-Gänge-Menü mieten.
„Hier im Norden sind diese Iglus noch recht unbekannt“, berichtet Michel. Sie würden stattdessen viel im Ausland genutzt. „Und es steht auf einem Holzgestell und kann bei Bedarf umgestellt werden.“ Regelmäßiges Lüften sei wegen der Ausbreitung des Coronavirus sowieso gefordert: Aber auch sonst entstehe unter der Kuppel, die aus recyceltem Material besteht, kein Sauerstoffmangel. Da die Einzelteile nicht miteinander verschweißt seien, komme so noch ausreichend Sauerstoff unter die Kuppel.
Seit Beginn der Woche kann das bruchsichere Iglu gemietet werden. Ob die Kuppel, die mehrere Tausend Euro kostet und mit Teppich ausgelegt ist, auch wegen der Corona-Krise gut angenommen wird? Sara Michels Eindruck ist bisher: „Als ob die Leute darauf gewartet hätten...“
