Hude - Der TV Hude ist in der Tischtennis-Oberliga hauchdünn an einer großen Überraschung vorbeigeschrammt. Beim Tabellenführer ASC Göttingen unterlag der TVH am Samstag im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres nur ganz knapp mit 4:6. Mit zweifachem Ersatz hielt der Außenseiter gegen den in Bestbesetzung aufgelaufenen Titelaspiranten wesentlich besser mit als bei der 2:8-Hinspielpleite. „Mit der Leistung sind wir sehr zufrieden, für das 4:6 können wir uns aber nichts kaufen“, sagte TVH-Topspieler Florian Henke. „Ein 5:5 oder 6:4 wäre nicht unverdient gewesen.“
Ohne Peter Igel und Ryan Farrell reisten die Huder nach Göttingen. In der Universitätsstadt gab es dann an den Tischen kein langes Abtasten. Die Doppel waren dafür der beste Beleg, denn sowohl Sören Dreier mit Felix Lingenau als auch Henke mit Marco Stüber mussten in ihren Duellen jeweils in den entscheidenden fünften Satz. Immerhin schafften es Henke/Stüber, sich gegen Cedric Görtz/Jakob Hesse mit 11:4 zu behaupten. Dreier und Lingenau verloren in der Verlängerung mit 10:12.
Die erste Einzelrunde nahm danach zunächst den erwarteten Verlauf: Alle drei Auftakteinzel sicherte sich Göttingen, wenngleich Henke und Stüber wiederum nur mit 2:3 Sätzen das Nachsehen hatten. Der Favorit führt also mit 4:1. Den ersten Einzelsieg fuhr Lingenau mit 3:0 gegen Hesse ein und startete damit die Aufholjagd der Gäste. Henke und Dreier verließen nach hervorragenden Leistungen im oberen Paarkreuz gegen Daniel Cords und Bjarne Kreißl ebenfalls als Gewinner den Tisch – 4:4. Dreier fügte dem bis dato unbesiegten Kreißl nach dessen lupenreiner 17:0-Serie die erste Soloniederlage zu. In den abschließenden Partien lief der Huder Akku allerdings nur noch auf Reserve – Lingenau und Stüber waren im unteren Paarkreuz chancenlos.
Trotz der Niederlage konnte der sechstplatzierte TV Hude (8:10 Punkte) dank einer starken Teamleistung eine Menge Selbstvertrauen für die kommenden wichtigen Aufgaben tanken. Weiter geht es am 23. Januar erneut auswärts gegen Hannover 96.
