Hude - Die Huder Jahnhalle sieht an diesem Sonntag gleich zwei interessante Tischtennisspiele. Den etwas höheren Unterhaltungsfaktor verspricht dabei ab 15.30 Uhr das Duell der Reserve gegen den Oldenburger TB II, der möglicherweise mit Ex-Doppelweltmeister Steffen Fetzner auflaufen wird. Das Oberliga-Team trifft bereits ab 11 Uhr – jedoch stark ersatzgeschwächt – auf den SC Marklohe.

Oberliga: TV Hude - SC Marklohe (Sonntag, 11 Uhr). „Wir müssen drei Stammspieler ersetzen, es wird also eine extrem schwere Aufgabe für uns“, sagt Felix Lingenau. Die Hoffnung, im ersten Heimspiel der Saison nach zuvor drei Partien in der Fremde einen Coup zu landen, sind verschwindend gering. Marklohe wurde im Vorjahr Tabellenneunter und gewann sein Auftaktmatch gegen SC Hemmingen-Westerfeld mit 12:0.

Neben dem Iren Ryan Farrell, der aufgrund der Corona-Pandemie nicht in den Flieger steigen wird, fehlen der weiterhin am Fuß verletzte Peter Igel sowie Florian Henke (Studium). Marc Engels, Christopher Imig und Joshua Martin sind als Reservekräfte vorgesehen. „Auch wenn die Voraussetzungen gegen uns sprechen, wollen wir in eigener Halle alles geben, um zählbare Gegenwehr zu leisten“, zeigt sich Lingenau motiviert.

Verbandsliga: TV Hude II - Oldenburger TB II (Sonntag, 15.30 Uhr). Sofern die Gäste, in deren Reihen auch der frühere Huder Nico Schulz an Nummer zwei nominiert ist, mit ihrem berühmten Star antreten, ist es für den ehemaligen Nationalspieler Fetzner ein Wiedersehen mit dem Klosterort. Bereits im Dezember 2018 hatte der einstige Doppelpartner von Jörg Roßkopf sein Debüt im Klosterort gegeben. Hudes Jonas Schrader hatte Fetzner in seinem Einzel ziemlich in Verlegenheit gebracht und stand angesichts einer 7:4-Führung im fünften Satz kurz vor der großen Überraschung. Am Ende setzte sich Fetzner aber mit 12:10 durch.

In den ersten beiden Ligaspielen war „Speedy“ Fetzner dabei und hielt sich an Nummer eins bisher schadlos. Sofern tatsächlich alle Oldenburger an Bord sind, spielt der OTB mit Fetzner, Schulz sowie André Stang, Justus Lechtenbörger, Markus Graminsky und Josif Radu. „Wir denken, dass sie in voller Besetzung nach Hude kommen werden“, sagt TVH-Spieler und Teamsprecher Pierre Barghorn: „Aber wir sind ebenfalls komplett.“ Mit 4:0 Punkten im Rücken können sich die Gastgeber gegen den Meisterschaftsanwärter mit breiter Brust an die Tische begeben. „Wir sind klarer Außenseiter, sind aber heiß, da wir ja auch einige gegnerische Spieler kennen – dann kann immer etwas passieren.“ Und gegen einen Ex-Weltmeister in der Verbandsliga zu spielen, „ist natürlich immer ein Highlight!“.