Hude - Der Fachbereich Gemeindeentwicklung in der Huder Verwaltung ächzt seit längerer Zeit unter der starken Arbeitsbelastung. Zum 1. Februar 2018 wurde deshalb das Bauamt verstärkt durch eine weitere Ingenieursstelle, weil der bisherige Stelleninhaber Altersteilzeit beantragt hatte. Insgesamt 1,69 Vollzeitstellen stehen somit seitdem zur Verfügung. Das sollte bis zum Ausscheiden des Mitarbeiters in Altersteilzeit bis zum 1. Juni 2024 so bleiben. Danach sollte die Stelle des ausgeschiedenen Mitarbeiters entfallen.

Der jetzige Inhaber der Teilzeitstelle hat mittlerweile aber laut Verwaltung mitgeteilt, dass er bereits zum 1. Juni 2021 aufhören wird. Drei Jahre mit nur einem Ingenieur sind laut Bürgermeister Holger Lebedinzew jedoch bei den vielen Bauprojekten, die aktuell zu betreuen sind, kaum leistbar. Er hatte den Rat deshalb gebeten, eine Stelle mit einem technischen Angestellten/Ingenieur in Vollzeit unbefristet nachzubesetzen.

Damit ist er aber nicht durchgekommen. Der Verwaltungsausschuss kippte die Beschlussempfehlung der Verwaltung und fordert nun zunächst eine Organisationsuntersuchung für den Fachbereich Gemeindeentwicklung, der von Martina Schneider geleitet wird. Erst nach Vorliegen der Ergebnisse solle über die Stelle des technischen Beschäftigten entschieden werden. Vielleicht ergäben sich auch Möglichkeiten, die Zusammenarbeit mit externen Dienstleitern in diesem Bereich neu zu organisieren, meinte Dirk Vorlauf (CDU).

„Die Organisationsuntersuchung ist auch in unserem Sinne“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew. Er betonte, wie wichtig es sei, eigene Leute mit technischem Sachverstand in der Verwaltung zu haben, angesichts der vielen Abstimmungen, die im Baubereich notwendig seien.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude