Hude - Wählen darf man bei der Bundestagswahl am Sonntag ab 18 Jahren. An der Peter-Ustinov-Oberschule in Hude haben aber auch die Jüngeren schon mal die Gelegenheit gehabt, an die Wahlurnen zu gehen. Als Test. Um das Üben und Erleben von Demokratie geht es bei der Juniorwahl, an der sich die Oberschule jetzt das zweite Mal beteiligte.
Es sei wichtig, zur Wahl zu gehen, sagt der Achtklässler Maximilian Götzenich, der zu dem Wahlhelferteam gehört. So könne man selbst seine Meinung kundtun und mitbestimmen, „wer an die Macht kommt“, erklärt der 13-Jährige. „Das macht echt Spaß“, sagt auch die 13-jährige Wahlhelferin Marie Mittelsteiner.
Die Wahlhelfer haben alles selbst erstellt, wie die Wählerverzeichnisse für die mehr als 500 Mitschülerinnen und Mitschüler aus den siebten bis zehnten Klassen. Sie haben die Wahlbenachrichtigungen herausgegeben und bei der Stimmabgabe auf einem originalen, wenn auch etwas kleineren Stimmzettel, aufgepasst, dass alles richtig läuft. Am Ende wurde ausgezählt. Und dann kam auch noch die Prozentrechnung zur Anwendung, wie Politiklehrerin Wiebke Dobe berichtete, die zusammen mit ihrer Kollegin Julia Witte die Juniorwahl betreute.
Wiebke Dobe freute sich über das große Interesse der Schülerinnen und Schüler. Erfahrungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass das Projekt auch dazu beiträgt, die Wahlbeteiligung der Eltern zu erhöhen, weil die Schülerinnen und Schüler die Wahl auch zu Hause thematisieren. Im Unterricht in allen Schulzweigen war die Juniorwahl in Hude vorbereitet worden. Die Ergebnisse, auch wenn sie nicht zählen bei der echten Wahl, werden nach Berlin übermittelt und dort unter juniorwahl.de am Sonntag um 18 Uhr veröffentlicht.
