Hude/Kirchkimmen - 30Jahre gibt es jetzt die Firma Behälter- und Transportdienst (BTD) von Karl-Heinz Alzog in Hude-Kirchkimmen. Das Unternehmen hat sich aus kleinsten Anfängen heraus zu einem erfolgreichen Logistik-Partner entwickelt. 45 Mitarbeiter zählt BTD, zum Fuhrpark gehören 30 Sattelzugmaschinen und 70 Sattelauflieger und Anhänger. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Das Unternehmen pflegt eine enge Kundenbindung und hat für alles eine Lösung parat. BTD habe für jeden Auftrag die entsprechenden Fahrzeuge zur Verfügung, sagt Karl-Heinz Alzog.
Fachkräftemangel
Sorgen gibt es aber auch im Jahr des 30-jährigen Bestehens. Da ist der Mangel an Fachkräften. BTD bildet seit einiger Zeit selbst aus. In der Hoffnung, dass die Azubis nach bestandener Prüfung zum Berufskraftfahrer bei der Firma bleiben. Man muss schon Bock haben, auf den „Bock“ zu steigen. Mindestens 18 Jahre sollte man sein und den Pkw-Führerschein (Klasse B) mitbringen. Die dreijährige Ausbildung bei BTD findet in Zusammenarbeit mit der Fahrschule Schmidt statt, erklärt Karl-Heinz Alzog. Die Azubis, zurzeit ist es Dominik Lueken, besuchen die Berufsschule, fahren mit erfahrenen Truckern mit, durchlaufen Werkstatt und Büro, um alle Seiten der Logistikbranche kennenzulernen.
Umdenken erforderlich
„Die Logistiker sorgen für die Versorgung von Gesellschaft und Wirtschaft“, sagt Alzog. Doch die Wertschätzung sei nach wie vor gering. „Hier ist ein Umdenken dringend erforderlich.“ Alzog nennt als Beispiel die schon am frühen Abend überfüllten Autobahnparkplätze, die die Fahrer, die ihre Ruhepausen einlegen müssen, zur Verzweiflung bringen. Oder die sanitäre Ausstattung an den Rastplätzen. Und dann der Umgang mit den Fahrern, zum Beispiel an den Verladestellen.
Hohe Dieselpreise
Aktuell sind es die hohen Dieselpreise, die das Transportgewerbe zusätzlich belasten. Und die CO2-Abgabe wird die Situation für die Logistiker noch einmal verschärfen. Elektromobilität sei im Schwerverkehr keine Lösung, aufgrund der geringen Reichweiten und der fehlenden Ladeinfrastruktur, sagt Alzog. Er hofft, dass sich Wasserstoff auf Dauer durchsetzt. Das wäre eine brauchbare Alternative, meint er. Wobei er nicht verstehen kann, warum die Politik die Verbrennungsmotoren, die heute sehr sauber arbeiteten, einfach von heute auf morgen fallen lasse.
Verkehrsprobleme
Und auch die verkehrliche Situation ist nicht gut. Nicht nur auf den Autobahnen, sondern zum Beispiel auch direkt vor der Haustür – in der Ortschaft Hude. Karl-Heinz Alzog sieht dringenden Handlungsbedarf für eine bessere Verbindung von Hude-Süd nach Hude-Nord, wie auch immer die aussehen könnte. Weite Umwege müssten in Kauf genommen werden, weil die Durchfahrtshöhen der Bahnunterführungen in Hude zu gering sind. Das betreffe viele Transport- und Lohnunternehmen.
Die aktuelle Diskussion über Verengungen und Fahrradspuren auf der Fahrbahn im Verlauf der Hohen Straße in Hude sieht Alzog sehr kritisch. „Wir fahren zum Beispiel auch im Shuttle-Service für die Amazonenwerke zwischen den Betrieben Hude und Altmoorhausen“, sagt er. Schon jetzt sei es oft sehr eng für Lkw auf der Hohen Straße, gibt er zu bedenken.
