Hude - Für eine Woche im November werden die beiden kommunalen Kindertagesstätten Gänseblümchen und Villa Kunterbunt in Hude geschlossen. Und Möglichkeiten zur Notbetreuung stehen aufgrund fehlender Räumlichkeiten leider bislang nicht zur Verfügung, ist dem Schreiben von Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer an die Erziehungsberechtigten zu entnehmen. Der Grund für die einwöchige Schließung ist laut Gemeindeverwaltung ein „notwendiger Heizungsaustausch“. Nach einem Ausfall der gemeinsamen Heizungsanlage für die beiden nebeneinander liegenden Kitas sei festgestellt worden, dass es innerhalb des Heizkessels eine irreparable Leckstelle gebe. Dies sei nur durch den Austausch der Heizungsanlage zu beheben, so die Verwaltung.
Dass der Heizungsaustausch nicht während der Schließzeiten im Sommer erfolgt sei, begründet die Verwaltung mit „vergaberechtlichen Vorgaben und notwendigen Beschlussfassungen durch die gemeindlichen Gremien“. Da die Gefahr eines Totalausfalls der Heizungsanlage bestehe, könne aber auch nicht bis zum nächsten Frühjahr gewartet werden, heißt es.
Eltern üben Kritik
Die Eltern sind wenig erfreut, müssen sie doch unerwartet eine ganze Woche lang die Kinderbetreuung sicherstellen. „Wie erkläre ich das meinem Chef?“, wird es wohl in vielen Familien heißen. Der Missstand der Heizung sei seit längerer Zeit bekannt, kritisiert ein betroffener Vater. Man habe sich in der Vergangenheit vonseiten der Gemeinde aber offenbar nicht gekümmert. Leidtragende seien die Eltern und Kinder. Die Frage wird aufgeworfen, wieso man solche Arbeiten nicht während der langen Schließungen durch Corona umgesetzt habe oder zumindest die Ferienzeit nutze. Auch brachte ein Vater die Idee ins Spiel, einige Räume doch für die Zeit mit Elektroheizkörpern warm zu halten.
120 Kinder betroffen
Die für die Kitas zuständige Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer bedauert die unglückliche Situation sehr. Es gebe aber keinen anderen Weg. Ein Heizungsaustausch im laufenden Betrieb sei nicht möglich. Als sie am Montag vom zuständigen Gebäudemanagement von den anstehenden Arbeiten erfuhr, hat sie gleich den Elternbrief verfasst, damit die Betroffenen noch ein wenig Zeit haben, die Betreuung der Kinder zu organisieren. Intensiv werde derzeit auch noch nach Möglichkeiten gesucht, zumindest eine „kleine“ Notbetreuung anbieten zu können. Insgesamt besuchen um die 120 Kinder die beiden Einrichtungen.
