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Ausbildung für Natur- und Landschaftsführer Von den Zisterziensern kann man viel lernen

Die 15 Teilnehmer des Seminars mit Lehrgangsleiter Jonas Marhoff (links) vor der Huder Klosterruine.

Die 15 Teilnehmer des Seminars mit Lehrgangsleiter Jonas Marhoff (links) vor der Huder Klosterruine.

Hude - Sie waren damals schon wie ein Konzern organisiert, europaweit mit ihren 742 Klöstern – ganz ohne moderne Kommunikationsmittel der heutigen Zeit, wurde erfolgreicher Handel betrieben. Von den Zisterzienser-Mönchen, die 1232 auch das Kloster in Hude gründeten, könne man auch heute noch viel lernen, sagte Prof. Klaus Rademacher, Vorsitzender Huder der Klosterfreunde, als er am Dienstag den Teilnehmern der erstmal stattfindenden Ausbildung zum Natur- und Landschaftsführer beim Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest im Huder Klostermuseum einen kurzen Abriss über das Kloster Hude und sein verbindendes kulturelles Erbe gab.

„Die Arbeit als Chance begreifen, Gottes Schöpfung positiv mitzugestalten“, beschrieb Rademacher das damalige sehr geschäftstüchtige Handeln der Zisterzienser, die Kanzlei und Direktvermarktung erfanden.

Blütezeit

Ganz nach dem Motto „Ora et Labora“ machten die Zisterzienser auch die hiesige Region urbar und verkauften die erzielten Überschüsse. Die Blütezeit in Hude dauerte knapp 300 Jahre. 1536 wurde das Kloster geräumt und als Steinbruch freigegeben. Was übrig blieb ist die Ruine, „nur ein Bruchteil dessen, was hier einst in Hude stand“, verdeutlichte Rademacher anhand von Rekonstruktionen, die auch im Klostermuseum zu sehen sind.

Gerne hatten die Klosterfreunde ihr Museum für ein ganztägiges Ausbildungsmodul des Natur- und Landschaftsführer-Seminars zur Verfügung gestellt. Das Museum betreiben die Klosterfreunde ehrenamtlich. Die Gemeinde übernimmt die Miete, die Nebenkosten bringt der Verein selbst auf durch ehrenamtlichen Einsatz bei Museumsöffnungen und Führungen, wobei Corona auch hier für einen deutlichen Rückgang sorgte. Von 166 Führungen und 5700 Besuchern im Jahr 2019 ging die Zahl auf 31 Führungen und 2430 Besucher im Jahr 2020 zurück. In diesem Jahr seien es bislang nur sechs Führungen gewesen, so Rademacher. Er sprach von einem großem Ausfall an Mitteln. In der Zeit vor Corona jedenfalls lockte das Museum sehr viele Besucher an, selbst aus China und den USA, wie Rademacher zu berichten wusste.

Thema Didaktik

In dem Seminar in Hude ging es am Dienstag zudem um Führungsdidaktik und eine Einführung in die Kulturgeschichte der gesamten Region. Nur ein Baustein der Schulungswoche und der noch folgenden Wochenendseminare und eines Einzeltermins, bevor im November die Abschlussprüfung für die ersten Natur- und Landschaftsführer im Naturpark erfolgt. Das berichtete Lehrgangsleiter Jonas Marhoff von der Naturpark-Geschäftsstelle im Gespräch.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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