Hude - Zum Thema „Wiedervernässung des Hohenbökener Moores“ hatte die SPD noch kurz vor dem Wahlsonntag den niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies eingeladen und ihm auch das Nordenholzer und das Huder Moor gezeigt (wir berichteten). Das Thema solle „in enger Abstimmung mit der Landwirtschaft“ angegangen werden, hieß es beim Ministerbesuch in kleiner Runde. Dazu schreiben Ingo Wachtendorf und Renke Dählmann vom Huder Landvolk: „Scheinbar ist aber keinem der Teilnehmer aufgefallen, dass weder ein Vertreter der Landwirte noch ein Vertreter der Grundstückseigentümer an dem Gespräch teilgenommen hat.“
Und weiter heißt es in der Stellungnahme des Landvolks: „Wir sind wirklich erstaunt und erschrocken, dass wieder einmal über unsere Köpfe hinweg über solche Fragestellungen gesprochen wird. Alle Teilnehmer der SPD-Runde beteuern laufend und bei jeder Gelegenheit, man müsse miteinander reden und gemeinsam Lösungen erarbeiten. Genau das erwarten wir als Besitzer und Bewirtschafter der Flächen. Aber scheinbar sind das bloße Absichtserklärungen. Der Schutz der Moore ist ein sensibles Thema, dass es zu diskutieren gilt, ohne Frage. Wir möchten aber an dieser Stelle auch betonen, dass wir in Hude – zum Glück – eine vielfältige Kulturlandschaft haben.
Es gibt Grünland, Getreide, Mais, Kartoffeln und weitere Kulturen die angebaut werden. Dazu der Anbau von Zwischenfrüchten und Blühstreifen. Und natürlich gibt es auch immer was zu verbessern. Die Flächen im Moor stellen oftmals einen Teil der Futtergrundlage für die Betriebe dar, sie einfach wieder zu vernässen und damit aus der Bewirtschaftung zu nehmen, kommt einer Enteignung gleich. Es wäre schön, wenn die Landwirte das nicht aus der Zeitung erfahren müssten.“
