Hude - Das Erbbegräbnis der Familie von Witzleben an der Kirchstraße in Hude ist ein besonderes Kultur- und Naturdenkmal. Im Frühjahr mussten schweren Herzens zwei der alten Eichen der landschaftsprägenden Allee aus Verkehrssicherungsgründen gefällt werden. Ein dritter Baum wurde aus Gründen des Artenschutzes zu einem Torso heruntergeschnitten.

Zudem wurden wild herangewachsene Ahornbäume gefällt, die in Konkurrenz zu den zu schützenden Eichen standen.

Das alles geschah im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde (Landkreis OIdenburg), die für das Naturdenkmal zuständig ist.

Wie bereits im Frühjahr versprochen, werden in diesem Herbst nun Nachpflanzungen vorgenommen, um den Charakter der Allee auch für die Zukunft zu erhalten.

Wie Ursula Tröndle vom Landkreis berichtete, werden insgesamt elf junge Eichen aus der Baumschule in dritter Reihe in Absprache mit der Familie von Witzleben nachgepflanzt.

Die circa 55 Meter lange Eichenallee auf der Grabstätte von Witzleben mit ihren Bäumen im geschätzten Alter von 150 bis 250 Jahren ist das Naturdenkmal Nummer 608 im Landkreis Oldenburg. An der Ostseite ist sie einst doppelreihig gepflanzt worden. Sie hat auch heimatkundliche Bedeutung.

Das Erbbegräbnis derer von Witzleben wurde von Christoph Ernst von Witzleben Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude