Hude/Neerstedt - In Hollenstedt wollen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg an diesem Wochenende ihr Punktekonto ausgleichen. Die Frauen des TV Neerstedt treten derweil zum absoluten Kellerduell bei Werder Bremen II an.
TuS Jahn Hollenstedt - HSG Hude/Falkenburg (Samstag, 17 Uhr). An die Duelle in Hollenstedt hat Lars Osterloh nicht die allerbesten Erinnerungen. „Dort haben wir noch nie gewonnen“, sagt der HSG-Trainer. Seine Heimstärke demonstrierte Jahn bislang auch in dieser Saison, gewann in eigener Halle sowohl gegen TV Dinklage (37:14) als auch SG Findorff (34:19) sehr deutlich. Herausragende Spielerin bei Hollenstedt ist Nele Nickel, die durchschnittlich knapp acht Tore pro Partie wirft. „Sie ist nicht nur die Haupttorschützin, sondern auch darüber hinaus Dreh- und Angelpunkt“, weiß Osterloh, was auf seine Mannschaft zukommt. Zudem zeichne sich der Gegner durch ein intensives, schnelles sowie druckvolles Spiel aus. „Sie sind sehr gefährlich über die erste und zweite Welle“, warnt der HSG-Trainer.
Osterloh selbst kann nach auskurierter Krankheit wieder das Coaching übernehmen, muss auf dem Spielfeld aber weiterhin die drei verletzten Spielerinnen Kim Sanders, Laura Tirschler und Eske Dörgeloh ersetzen. Sanders hatte sich zuletzt eine Innenbandverletzung im Knie zugezogen und wird in diesem Jahr wohl nicht mehr zurückkehren. Da die zweite Mannschaft zeitgleich im Einsatz ist, „werden wir wohl personell etwas gebeutelt die Reise antreten“, sagt Osterloh, der nichtsdestotrotz auf den ersten Auswärtssieg in Hollenstedt hofft.
SV Werder Bremen II - TV Neerstedt (Sonntag, 16 Uhr). Das Schlusslicht empfängt den Vorletzten – das klingt nach Abstiegskampf pur. Das Ziel der Gäste ist aber klar: Mit einem Sieg will man sich etwas vom Tabellenende absetzen. Doch einfach wird das nicht, obwohl Felix Hennken, der die beruflich verhinderte Trainerin Cordula Schröder-Brockshus vertritt, bis auf Lisa Maus auf einen kompletten Kader zurückgreifen kann. Auch Sharleen Siemers hat sich aus ihrer Babypause zurückgemeldet und wird den Kader verstärken.
Dem Namen nach ist Bremen klarer Favorit. Besonders zu beachten im Bremer Spiel ist Spielertrainerin Renee Verschuren, die allerdings in den bisherigen Partien nicht immer mitwirkte. Da die Gastgeberinnen aber eine exzellente erste Welle spielen, wird es für Neerstedt ganz wichtig sein, gerade die eigenen Angriffe sehr konzentriert auszuspielen und sicher abzuschließen.
