Hude/Neerstedt - Über zwei Monate sind mittlerweile seit ihren letzten Punktspieleinsätzen vergangen. Am 28. November vergangenen Jahres standen die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg sowie des TV Neerstedt zuletzt in der Frauen-Oberliga auf dem Spielfeld. Es folgten danach die pandemiebedingte Saisonunterbrechung sowie weitere Spielabsagen aus dem selben Grund. An diesem Wochenende sind beide Landkreisteams endlich wieder im Einsatz.
TV Neerstedt
Nach der zehnwöchigen Pause starten die Neerstedterinnen mit einem Heimspiel gegen den TV Dinklage (Samstag, 17 Uhr). Im Hinspiel gab es beim etwas überraschenden 23:23-Unentschieden den ersten Punktgewinn für den noch sieglosen TVN. Dessen Trainerin Cordula Schröder-Brockshus rechnet nicht nur deswegen mit einem motivierten Gegner, zumal sich die Gäste zwischenzeitlich weiter entwickelt und auch wesentlich besser eingespielt haben.
Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist Neerstedts Trainerin nur bedingt zufrieden. Mit drei Remis und 3:13 Punkten belegt ihr Team den vorletzten Tabellenplatz. „Meine junge Mannschaft hat noch einiges zu lernen, obwohl manche Partie auch schon ordentlich verlief. Häufig hat in wichtigen Phasen die nötige Kaltschnäuzigkeit fehlt. Wir werden weiter an uns arbeiten und hoffen, dass möglichst schnell der Knoten platzt und wir uns in der Tabelle etwas nach oben orientieren können“, sagt Schröder-Brockshus.
Für Neerstedt kommt aktuell erschwerend hinzu, dass mit der langzeitverletzten Johanna Stuffel sowie Leonie Voigt (Faserriss im Wurfarm) zwei wichtige Spielerinnen fehlen. Auch Anna Rippe ist noch nicht wieder fit, und Delia Mathieu fällt aus privaten Gründen für längere Zeit aus. So muss die Neerstedter Trainerin einige Probleme sowohl am Kreis als auch im Rückraum bewältigen. Für Verstärkung könnten am Samstag zumindest Spielerinnen der zweiten Mannschaft sorgen, deren Partie in der Landesklasse bei der SG Obenstrohe/Dangastermoor ausfällt.
Die TVN-Trainerin hofft zum einen, dass ihr Team hoch motiviert in diese Begegnung geht. Zum anderen müsse es gelingen, den starken Rückraum von Dinklage um die Goalgetterinnen Anne Fangmann und Lena Kampers in den Griff zu bekommen.
HSG Hude/Falkenburg
So richtige Vorfreude sieht anders aus. „Irgendwie nervt die Situation schon“, sagt HSG-Trainer Lars Osterloh. „Du trainierst immer, um dich auf Spiele vorzubereiten, die dann doch nicht stattfinden. Und irgendwie gehst du immer mit gemischten Gefühlen in jedes Training. Natürlich ist es einerseits schön, dass wir jetzt endlich wieder das erste Punktspiel haben. Aber so wirklich mit Spaß dabei ist man aufgrund der Gesamtsituation mit Corona auch nicht.“ Wenn nichts mehr dazwischen kommt, treten die HSG-Handballerinnen an diesem Samstag jedenfalls zum Auswärtsspiel bei GW Mühlen an (19 Uhr). „Allerdings sind bei Mühlen noch Testergebnisse offen. Kann also sein, dass es auch in diesem Fall eine kurzfristige Absage gibt“, zuckt Osterloh mit den Schultern – und ergänzt zuversichtlich: „Im Moment gehen wir davon aus, dass gespielt wird.“
Der Gegner aus dem Landkreis Vechta bereitete der HSG im Hinspiel einige Probleme. Nur knapp mit 23:21 hielt Hude/Falkenburg die Grün-Weißen auf Distanz. „Da haben wir uns echt schwer getan“, erinnert sich der HSG-Trainer. Unter dem Strich reichten seinem Team zu Beginn der zweiten Halbzeit zehn starke Minuten, ehe man zum Ende hin gewaltig um den Sieg zittern musste. „Mühlen ist auch diesmal nicht zu unterschätzen“, sagt Osterloh – zumal die zweitbeste Werferin des Gegners, Rückraumspielerin Paula Zerhusen, in der Hinrunde nicht einmal dabei war. Ein weiterer Vorteil für Mühlen: „Die haben im Januar schon drei Spiele gemacht und sind im Rhythmus. Wir haben noch keine Wettkampfpraxis.“ Immerhin kann die HSG mit Ausnahme der langzeitverletzten Antonia Brinkmann (Kreuzbandriss) voraussichtlich in Bestbesetzung auflaufen.
