Hude - Für die Fußballer des FC Hude wird es an diesem Wochenende auch in der Bezirksliga wieder ernst. Nachdem die Mannschaft von Coach Lars Möhlenbrock bereits ein Pflichtspiel im Bezirkspokal gemeistert und den SV Baris Delmenhorst im Elfmeterschießen ausgeschaltet hat, beginnt am Sonntag um 14.30 Uhr im heimischen Waldstadion nun auch der Liga-Alltag. Gegner: erneut der SV Baris.
Rückblick auf die Vorsaison
Bei einem Fazit der vergangenen und aufgrund der Corona-Pandemie letztlich abgebrochenen Saison nimmt FC-Trainer Möhlenbrock kein Blatt vor den Mund „Die ist sicherlich nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten.“ Zwischenzeitlich lag der FC sogar auf einem Abstiegsplatz. Anfang März schien sich der Club nach der Winterpause mit dem 3:0 gegen Baris befreien zu können – danach war die Saison beendet. „Die Rückrunde wäre sicherlich besser gelaufen, aber dazu kam es nicht mehr“, so Möhlenbrock.
Veränderungen im personellen Bereich
Mit Torhüter Maximilian Gundelach, Milan Heyl, Kenneth Eze sowie Rückkehrer Mohamed Alawie sind im Sommer vier neue Spieler dazugekommen. „Alle vier bringen uns voran“, ist der FC-Coach überzeugt. Bereits im Winter hatte seine Mannschaft durch Kevin Kari und Bamory Dembele Verstärkung erhalten. „Das Gesicht der Mannschaft hat sich schon verändert, gerade in der Offensive“, sagt der 33-Jährige. Verzichten muss er derweil auf Nico Faulhaber, Jeremias Holtorp und Marko Schrank, die den Club verlassen haben, sowie auf die „Fußball-Ruheständler“ Julian Arciszewski und Maik Spohler.
Das sind die Neuzugänge
Alle neuen Spieler hinterließen während der Vorbereitung sowie in den Testspielen insgesamt einen guten Eindruck, auch wenn die Ergebnisse dabei nicht immer passten. Besonders positiv trat dabei Kevin Kari in Erscheinung – zum einen mit seinen Toren, „zum anderen mit seinem unglaublichen Tempo auf der Außenbahn“, schwärmt Möhlenbrock. Auch Alawie sei ein Gewinn für die Offensive. „Er weiß, was er am FC Hude hat, und ist wieder gut reingekommen“, sagt der Coach über den Stürmer, der zuletzt ein halbes Jahr beim BV Essen in der Landesliga aktiv war. Auch Milan Heyl habe sich bislang stark eingebracht – sowohl durch seinen Ehrgeiz auf als auch mit seiner Lockerheit neben dem Platz. Hohe Erwartungen hat das Huder Trainerteam zudem an Kenneth Eze, der mit einer interessanten Vita und einer hohen fußballerischen Ausbildung ausgestattet ist.
Wer ist die Nummer 1 zwischen den Pfosten?
Möhlenbrock kann aus vier Torhütern auswählen. „Alle haben das Zeug und hätten das Vertrauen“, betont der Coach und ergänzt: „Ich bin froh über diese Konstellation.“ Aktuell hat Youngster Gundelach die Nase vorn, doch wird ihm Timo Hertlein als zweiter Keeper mächtig Druck machen. Derweil kämpft sich Marvin Müller nach überstandener Knieverletzung zurück und soll zunächst in der zweiten Herren Spielpraxis sammeln. Christopher Schnake legt derzeit eine Pause ein.
Ziel für die neue Saison
„Wohin die Reise für uns geht, werden wir wohl erst nach den ersten vier bis fünf Spielen beurteilen können“, hält sich Möhlenbrock bedeckt. Er schätzt die Liga sehr ausgeglichen ein. „Jeder kann hier jeden schlagen.“
Situation vor dem ersten Punktspiel
„Wir wissen, dass Baris technisch sehr starke Spieler hat, und wir müssen unsere individuellen Fehler aus dem Pokalspiel abstellen, damit wir die starke Offensive des Gegners unter Kontrolle halten können“, sagt Möhlenbrock vor dem Heimspiel gegen die Delmenhorster am Sonntag.
