Hude - Trotz der starken Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ab März haben sich in der Gemeinde Hude im vergangenen Jahr 114 Paare das Ja-Wort vor dem Standesbeamten gegeben, darunter waren drei gleichgeschlechtliche Eheschließungen. Das geht aus der Statistik der Gemeindeverwaltung hervor. Einige weitere Paare hätten ihre Termine in Absprache mit dem Standesamt verschoben. Insgesamt waren es aber lediglich 15 Eheschließungen weniger als im Vorjahr. Damit wurde ungefähr das Niveau des Jahres 2018 erreicht, als sich 116 Paare das Ja-Wort in Hude gaben.
Vor Corona gab es in der Gemeinde Hude drei Trauorte, die die Brautpaare wählen konnten: das Trauzimmer im Rathaus, die Wassermühle und die Klosterremise.
Aufgrund der Corona-Pandemie steht allerdings zurzeit nur nur noch die Klosterremise zur Verfügung. Das Trauzimmer im Rathaus wurde aufgegeben, weil zusätzliche Büroräume benötigt wurden. Für den Notfall ist der Sitzungssaal im Huder Rathaus als Trauzimmer gewidmet worden, wie Bürgermeister Holger Lebedinzew berichtete..
Die Klostermühle an der von-Witzleben-Allee, die im Sommer genutzt wurde, ist ebenfalls derzeit nicht verfügbar, weil es zu aufwendig ist, die Räume zu heizen.
Die Trauungen
Da mittlerweile aufgrund der Corona-Bestimmungen nur noch die Brautleute und zwei Trauzeugen sowie der Standesbeamte bzw. die Standesbeamtin an der Zeremonie teilnehmen dürfen, wurde die Klosterremise mit ihrem schönen Ambiente als Ort für Trauungen hergerichtet.
Das Brautpaar und die Trauzeugen sitzen dem Standesbeamten gegenüber, getrennt durch eine fast unsichtbare Plexiglasscheibe, berichtet Fokko Heyn, der mit Ramona Dahms Hauptstandesbeamtin Christine Zischke unterstützt.
Es wird aktuell nur der formelle Teil der Trauung abgehalten und keine persönliche Ansprache. „Die Trauung erfolgt im Sitzen“, heißt es in dem Reglement. Das Brautpaar muss nach den verschärften Regeln auch dafür sorgen, dass kein Spalier oder Empfang vor der Remise erfolgt beziehungsweise sich weitere Gratulanten im dem Bereich aufhalten. „Es gilt das aktuelle Versammlungsverbot im öffentlichen Bereich“, heißt es. Es sind also viele Regeln zu beachten. Gleichwohl liegen laut Fokko Heyn schon Anmeldungen von Paaren vor, die sich hier das Ja-Wort geben möchten. Im Januar seien es zwei, im März vier und im April acht.
Die Scheidungen
Das Standesamt ist aber nicht nur für Eheschließungen zuständig. Auch die Ehescheidungen werden hier registriert. Und das waren im Jahr 2020 deutlich weniger als im Jahr zuvor. Insgesamt 26 Scheidungen waren es, während im Vorjahr noch 60 Paare ihre offizielle Trennung vollzogen hatten.
Die Sterbefälle
Aufgabe des Standesamtes ist außerdem die Beurkundung von Sterbefällen. Demnach sind im vergangenen Jahr 83 Menschen in Hude verstorben. Beurkundet werden nur die Todesfälle, die sich auf dem Gebiet der Gemeinde ereigneten. 2019 hatte man 66 Sterbefälle registriert, 2018 waren es 92 gewesen. Im Jahr 2020 gab es übrigens in der Gemeinde Hude zum Glück noch keinen Sterbefall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus, wie zumindest aus der aktuellen Statistik des Landkreises Oldenburg hervorgeht.
Die Kirchenaustritte
Ebenfalls werden vor den Standesbeamten in Hude die Kirchenaustritte erklärt. Das waren 107 im Jahr 2020, während im Vorjahr 148 Auftritte in der Gemeinde Hude verzeichnet worden waren.
Die Geburten
Bei den Geburten wurde lediglich eine Hausgeburt auf dem Gebiet der Gemeinde Hude im vergangenen Jahr vom Standesamt beurkundet. In der Gemeinde gibt es keine Klinik, deshalb werden die neuen Erdenbürger in Krankenhäusern des Umlandes geboren. Diese werden dann beim Einwohnermeldeamt ihrer Wohnortgemeinde Hude angemeldet. Im vergangenen Jahr waren dies bislang 131 ganz junge Neubürger. Vermutlich werden aus dem Dezember 2020 noch einige Nachmeldungen kommen, so Fokko Heyn.
