Wüsting - Wie die Verkehrssituation am Bahnübergang in Wüsting verbessert werden könnte, ist seit mehr als zehn Jahren Thema in der Gemeinde Hude. Das Vorhaben soll nun einen Schritt weiterkommen, wofür sich die Mitglieder in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt einstimmig ausgesprochen haben. Grundlage dafür ist aber ein Tausch der Gemeindestraße Raiffeisenstraße gegen die Kreisstraße Bahnhofstraße.
Ungünstige Lage
Die Überlegungen betreffen den Bereich Bahnhofstraße/Raiffeisenstraße/Hauptstraße in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof in Wüsting. Ungünstig für den Verkehr ist, dass sich die Bahnhofstraße sehr dicht am Bahnübergang befindet. Würde der Bahnübergang erneuert werden, „wäre ein Linksabbiegen in der Bahnhofstraße aufgrund der fehlenden Räumstrecke nicht mehr möglich“, heißt es seitens der Gemeindeverwaltung.
Um dieses Problem zu lösen, sind Eigentümer Ende 2021 mit einer Idee für die Neuplanung des Dreiecks Bahnhofstraße/Raiffeisenstraße/Hauptstraße an die Verwaltung herangetreten. Die Idee beinhaltet die Abgabe von Fläche an der Raiffeisenstraße und diese mit Fläche der Bahnhofstraße auszugleichen. Da es sich bei der Bahnhofstraße (K 285) jedoch um eine Kreisstraße handelt, gilt es, den Landkreis Oldenburg einzubinden. Dazu seien bereits Gespräche geführt worden, wie die Gemeindeverwaltung mitteilt.
Die Voraussetzungen
Nun liege eine Absichtserklärung über den Tausch der beiden Straßen vor, heißt es von der Verwaltung. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Raiffeisenstraße zur Bahnhofstraße gleichwertig ist – was aktuell noch nicht der Fall ist.
Um das zu erreichen, müsse die Straße unter anderem einen tragfähigen Unterbau erhalten und sechs Meter breit sein. Ebenfalls müssten Einmündungen in die Bahnhofstraße und die Hauptstraße umgebaut werden.
Die Kosten dafür sind zum größten Teil von der Gemeinde zu tragen. „Der Landkreis wird sich lediglich an den Kosten für den verkehrsgerechten Umbau der Einmündung in die Hauptstraße beteiligen“, heißt es von der Verwaltung. In welcher Höhe die Kosten ausfallen würden, ist noch nicht klar.
Um nun voranzukommen, müsste im nächsten Schritt ein Ingenieurbüro beauftragt werden, das die Straßenplanung für den Umbau der Raiffeisenstraße übernimmt. Ebenfalls müsste diese Planung mit dem Landkreis Oldenburg abgestimmt werden. Erst dann könnte die Neuplanung des Dreiecks weitergedacht werden.
In naher Zukunft
Dass das in naher Zukunft geschehen soll, darüber waren sich alle Fraktionen einig und stimmten einstimmig für die Beschlussempfehlung: „Ein Tausch der Raiffeisenstraße gegen die Bahnhofstraße ist unverzüglich weiterzuverfolgen. Dafür ist die notwendige Straßenplanung umgehend zu beauftragen.“
