Hude - Die allgemeinen Trends im Tourismus sind wohl in erster Linie auch auf die Corona-Situation zurückzuführen. Die Deutschen machen verstärkt Urlaub im eigenen Land, Tages- und Kurzreisen sind beliebt, wie auch der Aufenthalt in der Natur und der Besuch von kulturellen Sehenswürdigkeiten. Das berichtete Martina Weisensee vom Büro der Touristik-Palette Hude im Ausschuss für Finanzen, Wirtschaft und Digitalisierung
Hude hat Potenzial
Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor – die Gemeinde Hude habe dazu das Potenzial, so Weisensee. Sie betonte die zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung, die besonderen Naturräume, das Alleinstellungsmerkmal historischer Klosterbereich und die vielseitigen Unterkunftsmöglichkeiten. Neue Vermarktungsstrategien würden entwickelt.
Stellplätze gesperrt
Einen aktuellen Trend kann die Gemeinde Hude derzeit trotz der enormen Nachfrage und der vorhandenen Infrastruktur nicht wirklich gut bedienen. Das sind die Wohnmobil-Reisen. Hude hat zwar auf dem Schützenplatz einen Wohnmobilstellplatz mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten für bis zu zehn Fahrzeuge. Doch aktuell können laut Weisensee nur zwei Stellplätze genutzt werden, weil der Rest des Areals wegen den freitags dort stattfindenden Wochenmarktes gesperrt sei. Da sei sehr schade, sagte Weisensee. „Es wäre schon schön, wenn da mehr möglich ist“, nannte Weisensee einen Wunsch der Touristiker. Darüber müsse man sich dringend Gedanken machen, pflichtete CDU-Fraktionschef Dirk Vorlauf ihr bei. „Das Problem müssen wir lösen.“
Der Wochenmarkt findet aufgrund der Corona-Situation und mehr Möglichkeiten, dort Abstände einzuhalten, seit längerer Zeit nicht mehr auf dem Bahnhofsvorplatz, sondern auf dem Schützenplatz statt, wohin er bislang nur im Winter während des Weihnachtsmarktes auf dem Bahnhofsvorplatz auswich. Auf Dauer ist geplant, den Wochenmarkt auf dem neu zu gestaltenden Torfplatz zu etablieren. Das kann noch dauern.
Platz schaffen
Wer sich den Schützenplatz genauer anschaut, fragt sich, warum man nicht durch eine einfache Maßnahme erst einmal etwas mehr Platz schafft für den Wochenmarkt und so die Wohnmobilstellplätze vielleicht frei bekommt. Denn an der Seite Schützenstraße wird eine größere Fläche seit Jahren durch eine uralte Fahrradabstellanlage blockiert, die niemand mehr nutzt. Bislang ist bei der Gemeindeverwaltung offenbar noch niemand auf die Idee gekommen, einfach mal einen Schrotthändler anzurufen und die Anlage abbauen zu lassen.
Erste Überlegungen
Wie Wirtschaftsförderer Roland Arndt auf Nachfrage unserer Redaktion berichtete, stehen Verbesserungen der Situation auf dem Schützenplatz bereits auf der Agenda der Verwaltung. Es gebe Überlegungen, einen Teil der zugesagten Fördergelder aus dem Topf „Perspektive Innenstadt“ gerade auch für den Schützenplatz zu verwenden.
