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Verkehrsprobleme in Hude FDP fordert Tempo 30 und Querungshilfen

Sehen Handlungsbedarf an der Kirchstraße: Marion Daniel (v.l.), Anke Schröder, Philipp Verpoorten, Wilhelm Rippen, Andre Heinemann und Marlies Pape beim Ortstermin.

Sehen Handlungsbedarf an der Kirchstraße: Marion Daniel (v.l.), Anke Schröder, Philipp Verpoorten, Wilhelm Rippen, Andre Heinemann und Marlies Pape beim Ortstermin.

Hude - An einem Freitagnachmittag, zwischen 16.30 und 17 Uhr, Einfahrt zur von-Witzleben-Allee/Kirchstraße. FDP-Politiker haben zu einem Ortstermin eingeladen. „Das ist ja der Wahnsinn“, sagt die FDP-Kreisfraktionsvorsitzende Marion Daniel zu dem starken Verkehr auf der Huder Kirchstraße. Wenn man hier über die Straße wolle, müsse man schon höllisch aufpassen, erklärt Philipp Verpoorten, Anlieger und frisch gewähltes FDP-Ratsmitglied. Radfahrer und Fußgänger haben es wahrlich nicht leicht, unversehrt über die Straße zu kommen. Und das an einem ganz normalen Freitag.

Gefährlicher Bereich

Die Gefährdung ist offensichtlich. Das weiß man auch nicht erst seit heute. 2015 sei die FDP-Kreistagsfraktion schon einmal mit einem Antrag gescheitert, die Verkehrsbehörde beim Landkreis Oldenburg zu überzeugen, dass hier statt der erlaubten 50 km/h ein Tempolimit von 30 km/h erforderlich ist. „Seitdem haben die Verkehre insgesamt noch weiter zugenommen“, berichtet FDP-Fraktionschefin Marlies Pape. Die Liberalen wollen es jetzt noch einmal versuchen mit einem Antrag: Tempo 30 für die Kirchstraße, von der Parkstraße bis zur Einfahrt zum Naturbad, Tempo 30 auch auf dem Stück der Hurreler Straße bis zur Ein- und Ausfahrt des Parkplatzes von-Witzleben-Allee.

In diesem Bereich sind viele Menschen auch zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Das Naturbad, das Waldstadion, der Reitplatz, die Elisabeth-Kirche, die Wanderwege, die ehemalige Jugendherberge mit ihrem neuen Wohnprojekt der Diakonie – und dann natürlich der Klosterbezirk.

Gerade der Klosterbezirk soll in seiner touristischen Attraktivität noch weiter belebt werden, nicht zuletzt auch durch das große ehrenamtliche Engagement der Klosterfreunde. Viele Tausend Besucher kamen schon „vor Corona“, um das Huder „Wahrzeichen“ zu erleben. Noch viel mehr Besucher werden erwartet, wenn sich die Corona-Situation entspannt, wie Wilhelm Rippen von den Klosterfreunden berichtete. Die Gemeinde hat einen neuen Parkplatz an der Kirchstraße gebaut, wo gerade auch für große Busse zwei Stellplätze vorhanden sind. Doch der Parkplatz liegt auf der anderen Seite der Ruine. Die Leute müssen über die Kirchstraße.

Großer Handlungsbedarf

Die FDP jedenfalls sieht hinsichtlich der gesamten Verkehrssituation dringenden Handlungsbedarf für den Klosterbezirk als bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde. Deshalb fordern die Liberalen neben Tempo 30 auch den Einbau von zwei Querungshilfen in die Fahrbahn. Einmal in Höhe des neuen Parkplatzes und ein weiteres Mal in Höhe der Elisabeth-Kirche. Noch besser wären Fußgänger-Bedarfsampeln, hieß es beim Ortstermin. Die Hoffnungen ruhen auf dem neuen Kreistag und den neuen Landrat. Der Kreis ist zuständig, weil es sich um die Landesstraße 868 und die Kreisstraße 222 handelt. Neben der Gefahrenreduzierung sei auch die Verringerung der Geschwindigkeit auf der Kirchstraße für die Lärmreduzierung im Klosterbezirk bedeutsam, meint die FDP.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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