Hude - Die Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg legen in der bevorstehenden Oberliga-Saison einen Frühstart hin: Bereits am kommenden Mittwoch, 7. September, steht für die Mannschaft von Trainer Lars Osterloh das erste Spiel bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn an.

Mit dem aktuellen Stand der Vorbereitung zeigt sich Osterloh allerdings alles andere als zufrieden. „Das haben wir uns als Trainerteam anders vorgestellt“, berichtet der 45-Jährige, der zusammen mit Co-Trainerin Desiree Görzel und Torwarttrainerin Sandra Peters für das Oberligateam der HSG verantwortlich ist. Aus verschiedenen Gründen – beruflich-, privat- und verletzungsbedingt – sei die Trainingsbeteiligung häufig nur gering gewesen. Auch die Testspielergebnisse sorgten nicht für große Euphorie. Im Rahmen eines Turniers in Thedinghausen traf der Oberligist zuletzt auf zwei Landesligisten, verlor gegen den TSV Intschede (17:19) und gewann gegen die HSG Nienburg (24:18). Osterlohs Erkenntnis: „Wir sind noch nicht da, wo wir eigentlich sein wollten. Mal schauen, wie sich das auf die ersten Spiele auswirkt.“

Im Kader der HSG hat es im Vergleich zur Vorsaison wieder ein paar Veränderungen. Nicht mehr dabei sind Katharina Stuffel, Lisa Maus (beide TV Neerstedt), Joy Stüven (berufliche Gründe) und Antonia Brinkmann (TSG Hatten-Sandkrug). Neu hinzugekommen sind Torhüterin Carolin Tiedeken (SFN Vechta), Sophie Winter (zweite Mannschaft) und Sophie Kleefeldt (eigene A-Jugend). Die bisherigen Eindrücke: „Carolin ist eine Bereicherung und passt menschlich wie sportlich super ins Team“, erzählt der Trainer. Zusammen mit Anneke Alfs verfügt die HSG somit im Tor über ein überragendes Gespann.

Auch Winter, die am Kreis die Lücke von Stuffel schließen soll, erfülle ihre Aufgaben „zu 100 Prozent“, werde sich aber noch an das höhere Niveau und Tempo gewöhnen müssen. Gleiches gelte für Sophie Kleefeldt, die parallel auch noch für die A-Jugend der HSG (Landesliga) aktiv sein wird. Dass ihre jüngere Schwester Viola Kleefeldt (B-Jugend-Oberliga) auch schon einen festen Platz im Frauenteam beansprucht, sei ein Zeichen für die gute Ausbildungsarbeit im Verein. „Viola ist eine sehr talentierte Spielerin. Deswegen haben wir uns dafür entschieden, sie jetzt schon an den Frauenbereich heranzuführen. Sie ist dynamisch, hat Zug zum Tor und kann anpacken“, berichtet Osterloh.

Somit bilden aktuell zwölf Spielerinnen – mit Viola Kleefeldt sind es 13 – das Gerüst der Oberligamannschaft. „Damit sind wir quantitativ recht dünn aufgestellt, qualitativ aber nicht wirklich schlechter als letzte Saison“, findet der Trainer. Zumal er in der Hinterhand auch noch zwei Spielerinnen hat. Bei Linkshänderin Mareike Zetzmann (40), die mittlerweile wieder regelmäßig trainiert, bleibe abzuwarten, inwieweit sich Punktspieleinsätze umsetzen lassen. Und ab Februar hofft Osterloh wieder auf die Unterstützung von Saskia Saß, die gerade ihr zweites Kind bekommen hat.

Als Saisonziel formuliert der HSG-Trainer zunächst mal einen Wunsch, den viele andere Mannschaften auch haben dürften: „Gesund bleiben und die Saison durchspielen.“ Was das sportliche Abschneiden angeht, sagt Osterloh: „Wenn wir zwischen Platz vier und sechs eintrudeln, haben wir es gut gemacht.“ Als Topfavorit sieht er den Drittliga-Absteiger TV Oyten, der mit ziemlich unverändertem Kader und hohen Ambitionen in die Saison gehe. Dahinter sei dann aber auch schon alles offen.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)