Hude - Die Holztüre hängt schief, der Kühlschrank gibt langsam den Geist auf, die Spülmaschine ist gleich ganz kaputt und musste schon ausgetauscht werden. Ja, die 30 Jahre alte Küche im Waldorfkindergarten am Sonnenweg in Hude hat schon bessere Tage gesehen. Zum Glück kann hier bald Hand angelegt werden, wie Hausleiterin Janneke Hünger erfreut mitteilt.
Denn die Einrichtung kann insgesamt 49500 Euro in den Bestandsbau investieren. Möglich geworden ist das nach einem positiven Förderbescheid aus der „Richtlinie IKiGa“. „Wir sind froh, dass wir es geschafft haben, pünktlich den Antrag einzureichen und jetzt auch noch belohnt wurden“, sagte Hünger bei einem Vor-Ort Termin mit Bürgermeister Holger Lebedinzew, der gemeinsam mit Fachbereichsleiterin Nicole Westermeyer den Zuwendungsbescheid überbrachte. Auch an die Gemeinde und das begleitende Architektenteam richtete Hünger dankende Worte.
Neue Toiletten
Nicht nur die Küchenzeile wird aufgehübscht, auch die sanitären Anlagen für die Kinder werden umgestaltet. Derzeit gibt es zwei Toiletten in einem Raum, der sowohl vom Inneren der Kita, als auch aus dem Garten zugänglich ist. „Wir möchten eine Wand einziehen lassen, sodass eine Toilette nur noch separiert von außen begehbar ist. Das wird helfen, nicht mehr ganz so viel Dreck hereinzutragen und auch die Kälte kann im Winter nicht so sehr ins Gebäude ziehen“, beschrieb Hünger die weitere Planung.
Das ist nicht die einzige Maßnahme, die hier am Sonnenweg ansteht: Ein Anbau für eine Krippengruppe ist in Planung – und in diesen kommt eine weitere große Küche, wie Anna Blankemeyer vom Vorstandsteam erklärte. Wieso das wichtig ist? „Bei uns wird das Mittagessen direkt in der Einrichtung zubereitet“, so Blankemeyer, es gebe keinen externen Dienstleister, der die Mahlzeiten liefere. Das Veterinäramt des Landkreises fordere, dass in diese Küche aus Hygienegründen die Kinder keinen Zutritt haben. Auch aufgrund der Corona-Maßnahmen sei eine separierte Küche zu bevorzugen.
Gehört zum Konzept
„Zu unserem pädagogischen Konzept gehört es, dass wir gemeinsam mit den Kindern Teig kneten, Brötchen backen oder Marmeladen einkochen. Das hat einen hohen Stellenwert in unserem Alltag“, fügte Janneke Hünger hinzu. Zwei Küchen machten aber generell in Hinblick auf die bald größere Anzahl von Kindern Sinn, wie sie betonte. Denn: Nach den Sommerferien gehen hier 23 Kinder in die verschiedenen Gruppen, die Krippengruppe wird 15 Kinder aufnehmen, zudem gibt es Eltern-Kind-Gruppen sowie Spielgruppen.
Darauf ging auch Holger Lebedinzew ein. „Eltern können differenziert entscheiden, welches Angebot sie benötigen“, befand er. Er konnte Entwarnung geben: „Stand jetzt können wir allen Kindern im kommenden Kindergartenjahr einen Platz anbieten.“ Auch er freute sich, dass die Waldorfkita bei dem Antrag erfolgreich war: „Die Kinderbetreuung in der Gemeinde gehört zu einem großen System. Was dem Waldorfkindergarten zugute kommt, ist gut für ganz Hude.“
