Hude/Wildeshausen - Es war eine Woche der Saisonabbrüche im Amateursport: Nachdem sich die „Kollegen“ vom Badminton, Tennis, Tischtennis und Handball bereits zu Beginn der vergangenen Woche offiziell von der Spielzeit 2020/21 verabschiedet hatten, zogen zum Ende auch noch die Basketballer die Reißleine. Nach einer digitalen Vorstandssitzung gab der Niedersächsische Basketball-Verband (NBV) am Freitag den Saisonabbruch bekannt.
Die Spielzeit werde annulliert. „Damit gilt sie als nicht gespielt, und es gibt keine Auf- und Absteiger in den jeweiligen Ligen des NBV“, teilte der Verband mit. Die Vereine sollen in dieser Woche über den genauen weiteren Ablauf informiert werden, so der NBV.
Die Entscheidung, dass es in der laufenden Saison keine „Korbjagd“ mehr geben wird, war derweil schon so erwartet worden. „Es ist jetzt keine Überraschung, sondern die einzige richtige Entscheidung. In der aktuellen Situation geht die Gesundheit einfach vor“, äußerte sich Janik Schramm, Spielertrainer beim TV Hude (Regionsliga). „Die Infektionszahlen sind zwar gesunken, aber immer noch nicht so weit minimiert, dass wir unseren Sport wieder aufnehmen können“, sagte der Huder.
Als Aufsteiger hatten die „Hude Hurricanes“ in der Regionsliga keinen guten Start hingelegt und die ersten drei Partien verloren. Der SC Wildeshausen war mit zwei Siegen aus drei Spielen besser aus den Startlöchern gekommen.
Beide Clubs werden nun im Spätsommer/Herbst dieses Jahres den Spielbetrieb wieder aufnehmen – und dann bei „Null“ starten. Sportlich gesehen findet Schramm den Abbruch gewissermaßen auch schade. „Wir hätten uns als Tabellenletzter gerne in die Liga gekämpft“, so der Huder. Immerhin geht er derzeit davon aus, dass seine Mannschaft in der aktuellen Besetzung zusammenbleibt und keiner der Spieler ans Aufhören denkt. „Vielleicht können wir den Kader sogar verstärken“, blickt Schramm positiv voraus.
