Hude - Alles verbrannt, alles weg – Eine Familie aus Hude hat bei dem Feuer in einem Zweiparteien-Haus an der Hohen Straße am frühen Sonntagabend alles verloren. Die Gemeinde habe Unterstützung zugesagt und sorge kurzfristig für eine Unterkunft in einer Gemeindewohnung, sagte am Montag Bürgermeister Jörg Skatulla nach einem Gespräch mit der betroffenen Mieterin. Die Mutter und der 14-jährige Sohn waren allein zu Hause, der Vater war in einer Reha-Klinik im Krankenhaus, als das Feuer ausbrach. Mutter und Sohn hatten das brennende Haus zum Glück noch rechtzeitig verlassen können. Doch ihnen blieb nur das, was sie am Leib trugen.
Nach Angaben der Polizei wurde das Obergeschoss des Hauses durch das Feuer und das Erdgeschoss durch das Löschwasser so in Mitleidenschaft gezogen, dass es unbewohnbar ist. Der Schock sitzt tief bei den Betroffenen, die laut Bürgermeister Skatulla zunächst bei Verwandten untergekommen sind.
Übergangslösung
Die zur Verfügung gestellte Gemeindewohnung könne nur eine Übergangslösung sein, so Skatulla. Mittelfristig müsse eine neue Wohnung her. Wer der Familie helfen wolle, könne sich ans Rathaus wenden. „Wir werden dann den Kontakt herstellen“, so der Bürgermeister. Das gilt auch für Spenden, denn es fehlt an allem. „In solchen Notsituationen müssen wir zusammenstehen“, meint Skatulla. Ansprechpartnerin im Rathaus ist Gundula Brunken, Tel. 04408 921326. Der Sohn der betroffenen Familie besucht die Peter–Ustinov-Schule.
Private Spenden
Erste private Spenden seien von Mitgliedern des Fördervereins der Schule gesammelt worden, um die Familie mit dem Nötigsten zu versorgen, sagte Fördervereinsvorsitzende Claudia Blohm.
Die Hilfsbereitschaft der Huderinnen und Huder ist groß, wie Roswitha Brand berichtet. Sie hat für die Familie ihres Bruders einen Spendenaufruf in den sozialen Medien gestartet. Zahlreiche Sachspenden seien bei ihr (Am Sonnentau 20, Hude) schon abgegeben worden. Geld möchte sie nicht so gerne annehmen, besser seien Gutscheine für Drogerieartikel oder für Kleidung vom Textildiscounter vor Ort, sagte Roswitha Brand. Möbelspenden seien zurzeit nicht möglich. Die Gemeindewohnung, die die Familie ab Donnerstag beziehe, sei möbliert. Sie hofft, dass die Familie schnell eine neue Wohnung in Hude findet.
Betroffen von dem Feuer war in der zweiten Wohnung auch eine allein lebende Frau. Sie konnte bei einer Freundin in Hude unterkommen, bis feststeht, ob ihre Wohnung noch genutzt werden kann.
200 000 Euro Schaden
Auf rund 200 000 Euro wird nach Angaben der Polizei der Schaden geschätzt, der beim Brand des Wohnhauses entstanden ist. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern laut Polizei noch an.
Brand an der Hohen Stra0e in Hude.
Torsten von Reeken
Brand an der Hohen Stra0e in Hude. Foto Torsten von Reeken
Torsten von Reeken
Brand an der Hohen Straße in Hude. Torsten von Reeken
Torsten von Reeken
Brand an der Hohen Straße in Hude.
Torsten von Reeken
Brand an der Hohen Straße in Hude. Foto Torsten von Reeken
Torsten von Reeken
Brand an der Hohen Straße in Hude.
Torsten von ReekenKnapp 90 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Hude, Altmoorhausen, Wüsting und Neuenkoop sowie das Drehleiterteam aus Ganderkesee waren kurz vor 18 Uhr alarmiert worden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen die Flammen bereits aus dem Dach, berichtet die Feuerwehr, die den Brand von außen und innen zeitgleich mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz bekämpfte. Vor Ort war auch das Kriseninterventionsteam, um den Bewohnern beizustehen.
