Hude/Wüsting/Altmoorhausen - Jede Gemeinde ist anders. Und in jeder Gemeinde gibt es spezielle Herausforderungen, was die Sicherstellung des Brandschutzes und die Hilfeleistung durch die Feuerwehr angeht. Grundsätzlich könne festgestellt werden, dass die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Hude gut ausgestattet und ausgebildet seien, heißt es vonseiten der Gemeindeverwaltung.
Die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Jugend, Gesellschaft und Soziales beginnt am Montag, 3. Mai, um 17 Uhr in der Mensa der Peter-Ustinov-Schule am Vielstedter Kirchweg. Ratsmitglieder können an der Hybridsitzung online teilnehmen, wenn sie möchten, Interessierte Bürger und Presse können nur in Präsenz dabei sein. Themen sind außerdem die Sanierung der evangelischen Kindertagesstätte Regenbogeninsel und ein Bericht über die Arbeit im Jugendzentrum Wüsting. Einwohnerfragestunden sind vorgesehen.
Gut ausgestattete Wehr
Gleichwohl habe sich auch die Gemeinde Hude in den vergangenen Jahren weiterentwickelt, was auch wiederum Einfluss auf die Herausforderungen für die Feuerwehr habe. Aus diesem Grund hat die Verwaltung vorgeschlagen, einen Feuerwehrbedarfsplan aufzustellen. Ein entsprechendes Planungsbüro soll damit beauftragt werden, heißt es in der Sitzungsvorlage der nächsten Zusammenkunft des Ausschusses für Jugend, Gesellschaft und Soziales.
Das Niedersächsische Brandschutzgesetz regelt, dass die Gemeinden für den abwehrenden Brandschutz und die Hilfeleistung auf ihrem Gebiet zuständig sind. Sie müssen eine „den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufstellen, ausrüsten, unterhalten und einsetzen, heißt es dazu im Gesetz. Eine Definition, wie das genau auszusehen hat, gibt es nicht. Nur die Feuerwehrverordnung regelt Mindeststärke und Mindestausrüstung.
In der Gemeinde Hude sind es die drei Freiwilligen Feuerwehren in Hude, Altmoorhausen und Wüsting, die rund um die Uhr bereitstehen, um anderen zu helfen. Eine schlagkräftige Truppe, die in Sachen Ausrüstung und Ausbildung auch immer wieder für neue Herausforderungen gut aufgestellt wird.
Gemeinde verändert sich
Die Feuerwehrbedarfsplanung soll nun zusätzlich mit dem Blick von außen, aufzeigen, wie leistungsfähig die Brandschützer sind und was man vonseiten der Gemeinde und der Feuerwehr tun sollte, dass das auch so bleibt.
Die Gemeinde jedenfalls hat sich laut Verwaltung vielfältig verändert. Durch neue Wohngebiete, durch mehr Einrichtungen der Altenpflege oder wachsenden Mobilität mit dem überregionalen Straßennetz und der Bahnlinie. Gewerbebetriebe mit entsprechendem Risikopotenzial haben zugenommen
Auch die Tagesverfügbarkeit von Einsatzkräften spielt eine wichtige Rolle. Längst nicht mehr alle Ehrenamtlichen der Feuerwehr arbeiten vor Ort, was zu personellen Engpässen führen kann.
Fachliche Begleitung
Für die Frage, ob die Gemeinde durch ihre Feuerwehr die an sie gestellten Anforderungen erfüllen könne, sei aus Sicht der Verwaltung und der Feuerwehr eine fachliche Begleitung durch ein entsprechendes Planungsbüro sinnvoll. heißt es. Eine risikoabhängige und bedarfsgerechte Planung der Feuerwehrstrukturen mache Sinn. Nicht zuletzt durch die in nächster Zeit zu beantwortende Frage der Sanierung bzw. des Neubaus des Feuerwehrhauses Altmoorhausen sei eine Beurteilung zum jetzigen Zeitpunkt zweckmäßig.25 000 Euro soll die Planung kosten.
