Hude/Wüsting - Kleines Gerät – aber große Wirkung. So lässt sich die Anschaffung von rund 50 Wildtierrettern in der Gemeinde Hude kurz zusammenfassen. Im Mai startet traditionell bei landwirtschaftlichen Betrieben die Grünland-Mahd und jedes Jahr aufs Neue lassen sich die Landwirte und Landwirtinnen etwas einfallen, um keine Rehkitze unter die Messer zu bekommen – denn fatalerweise fällt die Mahd zusammen mit der Brut- und Setzzeit in der Natur. Auch Kaninchen, Hasen oder Fasane wähnen sich in dem langen Gras oft sicher.
Da kamen die kleinen Alarmanlagen, angebracht per Magnethalterung auf dem Kreiselmäher, gerade recht. Sie stoßen Hochfrequenz-Dauertöne aus – bis zu 120 dB. Sie seien laut Wachtendorf einfach zu installieren und den unangenehmen, sirenenartigen Warnton hören die Fahrerin oder der Fahrer der Maschine kaum. „Für Passanten könnte es aber etwas unangenehm werden“, so Ingo Wachtendorf, Vorsitzender des Landvolks in Hude, im Mai 2021.
Der elektronische Wildretter sei zwar keine 100-prozentige Lösung, sorge aber mit anderen Maßnahmen dafür, dass weniger Tiere getötet würden, meinen die Landvolkvertreter.
Fast alle Landwirte, die in der Gemeinde Hude Grünland bewirtschaften, haben bei einer Sammelbestellung des Landvolkverbandes die Geräte geordert. Sie zahlten 20 Euro Selbstbeteiligung pro Gerät, den Rest übernahm das Landvolk.
Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera für die Absuche vor dem Mähen war im Gespräch, die wurde einige Wochen später angeschafft.
