Hude - Der schwer bespielbare Fußballplatz des TuS Vielstedt hat dem FC Hude kein Glück gebracht. Da das Waldstadion nicht zur Verfügung stand, wurde am Sonntag – statt auf Kunstrasen zu spielen – die Anlage des anderen Gemeindeclubs bevorzugt. Gegen den TSV Großenkneten sahen die Beobachter der Bezirksliga-Partie einen alles andere als berauschenden Kick. Am Ende entführte der starke Liganeuling dank eines Doppelpacks von Yannick Bauer mit einem 2:1 (1:1)-Sieg die drei Punkte. Bauer war der tragische Held des Spiels, denn er wurde später mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt.

„Es war ein hart erkämpfter Sieg“, meinte TSV-Coach Kai Pankow nach dem dritten Triumph im vierten Saisonspiel. „Ein Unentschieden wäre auch in Ordnung gewesen.“ Mit neun Zählern erwischte der freche Aufsteiger einen Start nach Maß in die neue Serie. Allerdings gilt das Augenmerk nun der Genesung von Bauer, der 20 Minuten vor dem Abpfiff mit Hudes Thies Herrmann beim Kopfballduell zusammenstieß und ärztlich versorgt werden musste.

Abgesehen von einigen wenigen Abschlüssen blieb es in der ersten halben Stunde weitgehend ruhig vor den beiden Strafräumen. Das änderte sich schlagartig in der 39. Minute, als sich Bauer den Ball schnappte und mit dem rechten Fuß zum 0:1 traf. FC-Verteidiger Jannik Meyer war den berühmten Schritt zu spät.

Direkt vor der Pause Aufregung auf der anderen Seite: Hudes Kapitän Cüneyt Yildiz kam im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Kevin Gontcharov aus Lutten ließ zunächst weiterspielen. Erst auf einen Hinweis per Funk eines Assistenten entscheidet er auf Elfmeter für den FC Hude, den Ingmar Peters sicher zum 1:1 verwandelte (45.+2). „Das war vermutlich der erste Videobeweis in der Bezirksliga“, staunte Pankow über die Szene.

Die Gäste ließen sich von dem Huder Ausgleich nicht beeindrucken und kamen wiederum durch Bauer zur 2:1-Führung. Der Angreifer stand am langen Pfosten goldrichtig und überlistete FC-Schlussmann Maximilian Gundelach ein zweites Mal. Die Gastgeber waren danach zwar ebenbürtig, verbuchten aber nur noch einen sehenswerten Lattenknaller von Ole Schöneboom aus der Distanz. „Mit der Leistung bin ich eigentlich zufrieden. Wir haben aber dennoch die dritte Niederlage in Folge kassiert“, sagte Hudes Trainer Nikolai Klein. Seine Elf steckt somit vorerst im unteren Bereich der Tabelle fest.