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Bürgermeisterwahl in Hude Die Huder Bürgermeisterkandidaten und ihre konkreten Ziele

Treten in der Stichwahl am Sonntag gegeneinander an: Jörg Skatulla (l.) und Stephan Tapper (r.).

Treten in der Stichwahl am Sonntag gegeneinander an: Jörg Skatulla (l.) und Stephan Tapper (r.).

Hude - Wer soll neuer Bürgermeister der Gemeinde Hude werden? – Die endgültige Entscheidung fällt am Sonntag, 26. September, bei der Stichwahl. Jörg Skatulla aus Sandkrug und Stephan Tapper aus Rastede treten gegeneinander an. Der parteilose Bewerber Jörg Skatulla wurde von der SPD nominiert und erhält mittlerweile auch Unterstützung von den Huder Grünen. Ebenfalls als parteiloser Bewerber geht Stephan Tapper mit Unterstützung der CDU ins Rennen um das höchste Amt in der Gemeinde. Skatulla holte bei der Wahl am 12. September 2520 Stimmen, Tapper brachte es mit 2275 Stimmen auf Platz zwei der insgesamt fünf Bewerber um das Bürgermeisteramt. Im Vorfeld der Stichwahl hat unsere Redaktion den beiden Bewerbern eine Frage gestellt: „Was haben die Bürgerinnen und Bürger von Ihnen als Bürgermeister ganz konkret zu erwarten?“ – Außerdem wurden die beiden Bewerber gebeten, einen kleinen Fragebogen auszufüllen. Nachfolgend die Antworten:

Das sagt Jörg Skatulla:

Ich bin davon überzeugt, dass ich mein Wissen und meine Erfahrungen in Beruf, Familie, Gesellschaft, Organisationen, Verbänden und besonders auch im Ehrenamt als Bürgermeister zum Vorteil aller Menschen in Hude einbringen kann. Oft bin ich gefragt worden, warum man gerade mir diese Aufgabe anvertrauen sollte. Darauf möchte ich mit folgenden Versprechen antworten:

1. Als Bürgermeister werde ich für Sie erreichbar sein. Sie werden mich erleben und wahrnehmen können! Ich werde mit meiner Familie in Hude leben und dort sein, wo auch Sie sind, ansprechbar sein und Ihre Fragen und Wünsche ernst nehmen, mich kümmern! Das Rathaus und mein Büro werden offene Türen und ich ein offenes Ohr haben.

2. In guter Zusammenarbeit mit dem Landkreis, dem Land und dem Bund werde ich Hude voranbringen. Solide Finanzen und der Zugriff auf Fördermittel zur Stärkung des ländlichen Raums führen dazu, dass Projekte und Maßnahmen umsetzbar werden. Ich verstehe meine Rolle als Netzwerker, Anpacker und Möglichmacher.

Jörg Skatulla

Alter: 52 Jahre

Beruf: Konzernprüfer (Regierungsrat), Projektmanager, Dozent

Meine Stärken: Teamfähigkeit, Offenheit, Belastbarkeit, Kommunikations- und Kritikfähigkeit

Meine Schwächen: Gute Gespräche in toller Runde pünktlich beenden, niemand ist perfekt.

Meine Lieblingsspeise: Hähnchen und alle Speisen, die ich gemeinsam mit meinen Liebsten und Freunden zubereitet habe.

Meine Lieblingsmusik: Von Rock bis Pop – und beim Staubsaugen und Bügeln auch gern mal richtig laut.

Mein Vorbild oder Ideal: Meine Großeltern. Sie sind in einer sehr schweren Zeit aufgewachsen und haben uns gezeigt, dass Glück nicht von materiellen Dingen abhängt.

Mein Lieblingsort in der Gemeinde Hude: Spazierweg Kloster-Skulpturenufer am Huder Bach oder die Orte, wo ich mit Huderinnen und Hudern ins Gespräch kommen kann.

3. Als Bürgermeister muss ich wissen, was die Menschen bewegt. Zuhören ist dabei wichtiger als reden. Sorgen, Wünsche und Nöte aber auch Ideen und Vorschläge ernst zu nehmen und miteinander überlegen, wie wir schnell und unbürokratisch Lösungen finden, das ist meine Aufgabe.

4. Die Aufgabe eines Bürgermeisters ist es, den Menschen der gesamten Gemeinde zur Seite zu stehen. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Politik hat in den letzten Jahren auf allen Ebenen viel Vertrauen verspielt. Ich möchte beweisen, dass es auch anders geht. Mit Aufrichtigkeit und Authentizität, Vertrauen und Verlässlichkeit möchte ich erster Bürger der Gemeinde sein und zeigen, dass miteinander viel mehr möglich ist.

Das sagt Stephan Tapper:

Ich freue mich, ein Teil von Hude zu werden, möchte im schönen Hude leben und als Bürgermeister für alle Bürgerinnen und Bürger da sein.

In vielen Gesprächen und Begegnungen wurden mir Wünsche und Anregungen entgegengebracht. So wurde zum Beispiel wiederholt der Wunsch nach Fußgängerampeln bzw. Verkehrsberuhigungen auf Schulwegen und an anderen Orten geäußert. Hierfür Lösungen zu erarbeiten und zu finden, ist mein Ziel.

Erste große Aufgaben als Bürgermeister werden die Verkehrssituationen in der Parkstraße und beim Bahnübergang in Wüsting sein. Gemeinsam mit den Huder Gremien, der Verwaltung, allen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern und sonstigen Beteiligten möchte ich Lösungen finden, in denen sich möglichst alle wiederfinden. Die Verwaltung und der noch amtierende Gemeinderat haben das Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) auf den Weg gebracht. Die Umsetzung dieses Konzeptes, durch das insbesondere in Hude Teile des Ortskerns mit Förderprogrammen saniert werden können, ist eine weitere Aufgabe, der ich mich gerne stelle.

Stephan Tapper

Alter: 54 Jahre

Beruf: Dozent am Niedersächsischen Studieninstitut für kommunale Verwaltung.

Meine Stärken: Ich kann gut auf Menschen zugehen, bin engagiert, ehrlich und kann gut zuhören und meine Ziele durchsetzen.

Meine Schwächen: Ich bin harmoniebedürftig.

Meine Lieblingsspeise: Mediterrane Küche oder auch Hausmannskost, wie zum Beispiel Rinderrouladen.

Meine Lieblingsmusik: Ich höre sehr gerne „klassische Musik“.

Mein Vorbild oder Ideal: Meine Ideale sind Ehrlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz.

Mein Lieblingsplatz in der Gemeinde Hude: Einen Ort herauszustellen, fällt mir schwer. Es gibt viele Plätze, wo man die schöne Landschaft genießen kann.

Hude hat viel Entwicklungspotenzial. Wohnraum, Bauplätze und Arbeitsplätze werden nachgefragt. Ich werde daran arbeiten, Hude wirtschaftlich weiter zu entwickeln und die Attraktivität auch unter Beachtung der Nachhaltigkeit, des Klima- und Naturschutzes zu steigern. Ich plane regelmäßige Bürgerfragestunden und auch viele Termine außerhalb des Rathauses. So kann ich mit den Bürgerinnen und Bürgern im Gespräch bleiben, ein offenes Ohr haben und versuchen, die Wünsche und Anregungen aller zu berücksichtigen. Hude soll seinen ländlichen Charakter behalten. Es soll für alle weiterhin eine schöne Gemeinde sein, in der sich jeder wohlfühlen kann.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude
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