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Ausgeklügelte Masche Huder Agentur-Chef warnt vor dreisten Bürgerbrief-Betrügern

Ist seit 2014 für die Regie des Huder Bürgerbriefes beauftragt: Stefan Klattenhoff, Geschäftsführer der Werbeagentur „Media 73“

Ist seit 2014 für die Regie des Huder Bürgerbriefes beauftragt: Stefan Klattenhoff, Geschäftsführer der Werbeagentur „Media 73“

Christin Hufer

Hude - Es ist nicht das erste Mal, dass Stefan Klattenhoff, Geschäftsführer der Werbeagentur „Media 73“, seine Kunden vor Betrügern warnt. Die Medienagentur ist seit fast zehn Jahren für die Gestaltung des Huder Bürgerbriefes, herausgebracht vom Gewerbe- und Verkehrsverein, zuständig. Dass Betrüger gezielt auf die rund 130 Anzeigenkunden zugehen, um vermeintliche Anzeigen zu verkaufen, ist ein Ärgernis, das immer wieder auftauche.

Über den Bürgerbrief

Der Huder Bürgerbrief wird seit 1983 vom Gewerbe- und Verkehrsverein Hude herausgegeben. Er ist ein beliebtes Nachschlagewerk, in dem unter anderem alle Ansprechpartner der Vereine, Verwaltung, der Institutionen und die Gewerbetreibenden aus Hude zu finden sind. Auch umfasst er einen umfangreichen Veranstaltungskalender für das laufende Jahr.

Den Bürgerbrief zeichnet aus, dass er ein besonderes Thema aufgreift, das redaktionell aufbereitet wird. War 2022 „Starke Visionen & nachhaltige Projekte“ das Thema des Jahres, ist es in diesem Jahr der „Arbeitsmarkt Hude“.

Die Masche

Im Juni wandte sich Klattenhoff öffentlich an seine Kunden, mit dem Hinweis, auf vermeintliche Aufrufe, Anzeigen für den nächsten Bürgerbrief zu bezahlen, nicht einzugehen. Dabei sei die Masche immer ähnlich, erklärt der 49-Jährige. Per E-Mail – aber auch per Telefon oder Fax – würden die Betrüger auf die Kunden zugehen, um exorbitante Anzeigenpreise per Vorkasse zu fordern. Sie bedienen sich dabei an der Online-Version des Bürgerbriefes, um entsprechende Anzeigen auszuschneiden. Dadurch würde die Betrugs-Mail professioneller wirken, erklärt Klattenhoff. Auch würden sie Fake-E-Mail-Adressen verwenden, die den Eindruck machen, sie würden von einer Agentur oder einem Verlag kommen. „Das wirkt schon echt“, sagt er.

Für Klattenhoff ist es nichts Neues, dass ihm zu Ohren kommt, dass die Betrüger-E-Mails die Runde machen. 2014 wurde seine Agentur mit der Gestaltung des Bürgerbriefes beauftragt. Es sollte nicht lange dauern, bis er von ersten Betrugsversuchen erfuhr. Klattenhoff: „Im zweiten Jahr ging es los.“

Zeitraum entscheidend

Zur Anzeige hat Klattenhoff die Betrugsfälle nicht gebracht. Er wird aber nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, nicht auf solch eine Masche hereinzufallen. Das eine oder andere Opfer habe es gegeben, lässt er durchblicken. Es gibt zudem wichtige Anhaltspunkte, die den Betrug entlarven könnten, erklärt der Agentur-Chef. Zum einen ist der Zeitraum entscheidend, wann die Kunden bezüglich des Bürgerbriefes kontaktiert werden. Denn Klattenhoff und seine Mitarbeiter würden erst ab Oktober auf die Kunden zukommen, um sie für den darauffolgenden neuen Bürgerbrief – der immer zum Jahresbeginn erscheint – zu kontaktieren. Zum anderen würden sich ausschließlich der Gewerbe- und Verkehrsverein und „Media 73“ aus „rein Hude“ an die Kunden richten, erklärt der 49-Jährige.

Zahlen per Vorkasse?

Ein weiteres wichtiges Indiz, dass es sich bei der Anfrage um einen Betrug handeln könnte, ist, wenn Geld per Vorkasse gefordert wird. „Wir rechnen nie per Vorkasse ab“, sagt Klattenhoff. Damit die rund 130 Anzeigenkunden des Bürgerbriefes nicht auf die Masche hereinfallen, will er öffentlich darüber informieren. Auch bittet er sie, vorsichtig zu sein und bei Zweifeln Kontakt mit ihm oder dem Gewerbe- und Verkehrsverein aufzunehmen. „Wir sind immer gut erreichbar“, sagt er. Telefonisch ist „Media 73“ unter 04408/806690 und der Gewerbe- und Verkehrsverein unter 04408/922377 zu erreichen.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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