Im Rahmen des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundes hat die Gemeinde Hude eine beachtliche Finanzspritze erhalten: Die Sanierung der Huder Mehrzweckhalle „Am Huder Bach“ wird mit 2,8 Millionen Euro unterstützt. Dafür, dass der Förderantrag bewilligt wird, hat sich auch die Bundestagsabgeordnete Christina-Johanne Schröder (Grüne) sehr eingesetzt.

Zur Person

Christina-Johanne Schröder ist Bundestagsabgeordnete für die Grünen und lebt in Berne. In Brake hat sie ihr Abitur und unter anderem an der Universität Oldenburg studiert. Ihren Masterabschluss in Politikmanagement hat sie 2017 absolviert. Von 2018 bis 2021 war sie Büroleiterin eines Abgeordneten und von 2019 bis 2021 Fachreferentin der Grünen Landtagsfraktion. Seit 2021 ist sie Mitglied im Bundestag.

Frau Schröder, Sie leben in Berne. Welchen Bezug haben Sie zur Mehrzweckhalle am Huder Bach?

Christina-Johanne SchröderMein Wahlkreis umfasst die Landkreise Oldenburg, Wesermarsch und die Stadt Delmenhorst. Selbstverständlich interessiere ich mich für meinen gesamten Wahlkreis und mein Betreuungsgebiet Cloppenburg, Vechta und Osterholz besonders. Als Abgeordnete von vor Ort kenne ich natürlich viele Orte und Einrichtungen – und so konnte ich schon viele gute Partys in der Halle am Huder Bach feiern.

Wie wichtig ist die Förderung dieser Sanierung?

SchröderFür die Kommunen ist die energetische Sanierung von Sportstätten, kulturellen Orten und Jugendzentren oft nicht allein zu stemmen. Dabei brauchen wir sie dringend, um die Klimaziele im Gebäudebereich nicht zu reißen. Mein Büro und ich informieren die Rathäuser, sobald Fördergelder aus meiner Zuständigkeit – Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen – für die Kommunen in Frage kommen. Für dieses, aber auch für andere Projekte ist es natürlich besonders hilfreich, wenn die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zwischendurch eine SMS schreiben, dann hakt es sich leichter nach.

Was ist nötig, um solch einen Antrag bewilligt zu bekommen?

SchröderIn der Ampel sprechen wir uns eng mit unseren Haushälterinnen und Haushältern sowie den Ministerien ab. Die Qualität der Bewerbung wird natürlich unabhängig vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geprüft. Das ist wichtig, damit nicht die lautesten Abgeordneten über Gelder entscheiden, sondern sachliche Kriterien. Erfüllen die Kommunen die Kriterien, übernehmen wir natürlich gerne die Lobbyarbeit.

Deren Erfolg freut Sie auch persönlich...

SchröderIn Berlin arbeiten wir täglich an abstrakten Gesetzen – vom Wohngeld über Planungsbeschleunigung bis die Gaspreisbremse. Gerade liegen Gesetz Nummer 15 und 16 mit dem Raumordnungsänderungsgesetz und dem Windenergieflächenbedarfsgesetz auf dem Schreibtisch. Das bekommen viele Menschen überhaupt nicht mit. Deswegen ist es einfach schön, wenn im Wahlkreis ein Teil der Arbeit recht schnell so sichtbar wird, dass die Kommunen und die Menschen vor Ort von der Bundespolitik profitieren.

Sie sind erst seit Kurzem Mitglied im Bundestag. Was möchten Sie noch bewirken?

SchröderAls Parlamentarierinnen haben wir richtig viel Macht und können Gesetze stark beeinflussen. Ich bin Sprecherin für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen und habe einen zweiten Sitz im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft. Dieses Jahr steht die große Baugesetzbuchnovelle, Planungsbeschleunigung für die Energiewende, die Transformation der Tierhaltung und ein Plan für Moorbodenschutz auf der To-Do-Liste. 

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen