Hude/Neerstedt - Am Sonnabend, 5. November, 20 Uhr, hebt sich der Vorhang auf der Neerstedter Bühne für einen ganz besonderen Abend. Unter dem Motto „Das Leben, die Gitarre und der Rest“ feiert der Huder Gitarrist und Sänger, Kabarettist und Komponist, Musiklehrer und Chorleiter Martin von Maydell sein Bühnenjubiläum. Eigentlich waren es 2020 schon 40 Jahre. Doch dann kam Corona. Jetzt wird die „42“ gewürdigt. Ganz nach der Antwort „42“, die Supercomputer „Deep Thought“ in Douglas Adams’ Kultroman „Per Anhalter durch die Galaxis“ als Anwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest gibt. „Ich war schon immer ein großer Fan von Adams“, so der Huder Künstler.
Erster Auftritt mit 14
Wenn Martin von Maydell (56) Musik und Kabarett macht, dann hat er die Gitarre immer dabei. Mit zehn Jahren hat er sein erstes Instrument geschenkt bekommen. Er war 14, als er bei einem Wettbewerb auf der Bühne der Graf-Anton-Günther Schule seinen ersten selbst geschriebenen Song präsentierte: „Der Flügelschlag des Pleitegeiers“. Heute, 42 Jahre später, wird von Maydell auch diesen allerersten Song bei der Feier spielen. Eine Feier, zu der er Wegbegleiter aus den Phasen seines musikalischen und kabarettistischen Wirkens eingeladen hat. Das politische Kabarett war das, was er machen wollte. Deshalb wählte er die Studiengänge Politikwissenschaft und Germanistik, um tief einzudringen in die Welt der Politik und der Sprache. Mit 17 schrieb er sein erstes Kabarettprogramm. Im Drei-Jahres-Rhythmus folgten weitere abendfüllende Kabarettshows, die er auf Kleinkunstbühnen präsentierte.
Reinhard-Mey-Fan
Reinhard Mey wurde sein großes Vorbild, sagt er, Hermann van Veen sein Orientierungspunkt. Hauptberuflich war von Maydell vier Jahre Pressesprecher des DRK-Kreisverbandes, bevor er sich 2000 mit dem Musikladen „Haste Töne“ selbstständig machte. Den Laden gibt es mittlerweile nicht mehr, weil das Internet die Kundschaft nahm. „Haste Töne“ sei heute die Marke für alles, was er mache.
Früh war von Maydell auch mit dem Irish Folk in Berührung gekommen. Diese Musik, die so spontan politische Themen aufgriff, faszinierte ihn. 2005 hob er mit Alfred Janßen die „Celtic Days“ in Hude aus der Taufe, die schnell überregionale Bekanntheit erlangten. Martin von Maydell entdeckte die Liebe zur Klassik und zum Chorgesang. Er bildete sich weiter, wurde Chorleiter, war Mitbegründer des Catherinenchores und widmet sich nun schon seit 32 Jahren den Huder Chorkindern im Kulturhof. Daraus entstand der Chor TonArt, der ebenfalls bei der Jubiläumsshow dabei ist und ein Stück aus der selbst geschriebenen Popmesse singen wird.
Show mit Gästen
Zu den Gästen in Neerstedt gehören zudem Christian Grote, mit dem von Maydell einst eine Heinz-Erhardt-Revue gemacht hat. Jens Kommnick ist dabei. Einer der besten Fingerstyle-Gitarristen Deutschlands werde mit ihm Reinhard-Mey-Songs spielen. Der Huder Musiker-Freund Arndt Baeck kommt ebenfalls. Und natürlich wird von Maydell einen bunten Querschnitt seiner Solo-Programme präsentieren. Dazu gehören die musikalische Lesung „Wie kommt Rauch auf’s Wasser?“ oder auch seine Hommage an den irischen Komiker Dave Allen.
Tickets für die Show in Neerstedt gibt es für 15 Euro im Vorverkauf bei Papier Ehlen in Hude oder unter info@ht-haste-toene.de bzw. info@neerstedter-buehne.de (Abendkasse: 18 Euro). Das Theater in Neerstedt liegt am Denkmalsweg 4.
Für die musikalisch-kabarettistische Reise durchs Universum hat Martin von Maydell die Gitarre und ein Handtuch dabei.
