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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg

Hunderte lassen sich für Marius piksen

10.08.2015

Harpstedt „Das ging ja wirklich super schnell“, so die Worte einer Frau an ihren Mann. Ein beiläufiger Satz, der aber viel ausdrückte. Das Paar kam gerade aus der Sporthalle an der Schulstraße. Hier zeigten zwei Ausdrucke „Registrierung“ und „Typisierung“ in großen Lettern auf den Eingang. Zwei Worte, die für die Typisierungsaktion „Marius will leben“ der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) standen.

Der 19-jährige Marius Kossmann, Student im dualen Studium zum Fitnessökonom aus Harpstedt, ist an Leukämie erkrankt. Ein schwere Krankheit, die er nur mit der Übertragung gesunder Stammzellen besiegen kann.

Freunde, Verwandte und Vereinskameraden des Harpstedter TB, dem Verein in dem Marius Fußball spielt, handelten. Gemeinsam mit der DKMS wurde die Typisierungsaktion am Sonntag unter Schirmherrschaft des Fußballkreisvorsitzenden Oldenburg-Land/Delmenhorst, Erich Meenken, in Gang gebracht.

Eile ist geboten: Bislang konnte auch in der Datei der DKMS kein passender Stammzellenspender für Marius gefunden werden. Die Wahrscheinlichkeit, einen Menschen mit nahezu identischen Gewebemerkmalen zu finden, liegt bei eins zu 20 000. Und das auch nur im besten Fall. Sind die Merkmale eher seltener, wird die Chance weitaus kleiner.

Annika Schirmacher vom DKMS-Büro in Berlin zeigte sich in Harpstedt vom Zuspruch überwältigt. „Wir haben jetzt schon 500 Menschen, die sich angemeldet haben. Darunter besonders viele junge Leute.“ Das war gegen 15 Uhr. Das ließ hoffen. Am Ende ließen sich 970 Personen typisieren, erklärte die DKMS-Mitarbeiterin auf Nachfrage.

Das Kommen und Gehen in der Sporthalle war immens. An den Tischen wurden die roten DKMS-Fahnen geschwungen. Als Zeichen für die Möglichkeit der Anmeldung. Rund 80 Ehrenamtliche halfen, den Ansturm zu bewältigen. Irgendwie kam niemand an diesem Nachmittag um Gedanken herum, dass ganz Harpstedt auf den Beinen zu sein schien.

In nur fünf bis zehn Minuten waren die Anmeldung und der kleine Piks gemacht. „Die Typisierung wird weltweit registriert. Damit haben neben Markus auch andere Leukämie-Kranke die Chance, einen passenden Stammzellenspender zu finden“, erklärte Schirmacher.

Nach dem Piks stand auf dem Sportplatz ein buntes Programm mit vielen Spielen, Tombola und Ständen für die Teilnehmer bereit. Allesamt dienten der DKMS-Aktion. Die Einnahmen wurden nach dem Fußballbenefizspiel der 1. Herren und Marius Kossmanns alter C-Jugend übergeben.

Danach fand auch die Verteilung der Hauptgewinne aus der Tombola statt. Hauptpreise waren Werder-Schals und Werder-Trikots mit den Unterschriften der Spieler.

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