Hundsmühlen - Die Sporthalle in Melle-Oldendorf kennt Marian Jobmann aus der Vergangenheit recht gut. „Dort hat sich bei mir schon eine zweistellige Zahl an grauen Haaren entwickelt“, schmunzelt der Tischtennistrainer des Hundsmühler TV. Auch das vergangenen Wochenende dürfte für Jobmann wieder extrem aufregend gewesen – wenngleich er die Aufstiegsspiele zur Jungen-Niedersachsenliga in diesem Fall nicht selbst in der Halle mitverfolgen konnte.
Liveticker mit Betreuern
Aus privaten Gründen war Jobmann auf eine „Liveschalte“ zu seinen Trainerkollegen Rene Clauß und Felix Hellhoff angewiesen. Doch was die beiden ihm berichteten, ließ den 30-Jährigen einfach nur strahlen. Denn mit vier Siegen in ihrer Gruppe schafften es die Hundsmühler, sich zum dritten Mal in Folge für die Niedersachsenliga zu qualifizieren. „Wir sind super froh, dass wir es wieder geschafft haben. Und es ist eine Bestätigung für unsere sehr gute Nachwuchsarbeit“, jubelte Jobmann und ergänzte: „Die Niedersachsenliga, in der sowohl unsere Mädchen als auch Jungen vertreten sind, ist die Speerspitze der Hundsmühler Jugendabteilung. Wir hatten uns im Vorfeld durchaus schon Druck gemacht, denn du brauchst Wettkämpfe auf Topniveau, um die Jugendlichen auszubilden. Deswegen ist dieser Startplatz für unseren Verein eigentlich unverzichtbar.“
Bereits auf direktem Weg konnten sich die Mädchen des Hundsmühler TV ihren Startplatz für die Tischtennis-Niedersachsenliga erspielen. Dafür reichte der dritte Tabellenplatz in der zurückliegenden Saison aus – was gleichzeitig das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte darstellt. „Unsere Mädels stehen den Jungs in nichts nach, sind extrem fleißig und wollen in der nächsten Saison noch weiter oben angreifen“, sagt Trainer Marian Jobmann.
Dabei wird es im Kader kleine Veränderungen geben. Während Shoshana Hermann nach Eversten wechselt, stoßen Sara Poppe und Jayke Janssen vom SV Potshausen dazu. Außerdem hat sich Malea Krüger vom TSV Ganderkesee dem HTV angeschlossen.
Dabei waren die personellen Bedingungen am Spieltag nicht die allerbesten, denn neben Trainer Jobmann stand auch Joris Kasten krankheitsbedingt nicht zur Verfügung. Aufgrund dieser Schwächung rutschte der HTV in der Setzliste auf Rang vier – und erwischte die vermeintlich etwas schwerere Gruppe. „Gleich die ersten beiden Duelle waren für uns im Prinzip Endspiele“, berichtete der Coach.
Zwei knappe 6:4-Siege
Gegen den TSV Lunestedt entwickelte sich dann auch der erwartet offene Schlagabtausch – den Alexander Uhing, Mathis Albers, Philipp Plewa und Julian Rüdebusch knapp mit 6:4 für sich entschieden. Ebenso spannend ging es gegen den SC Barienrode weiter. Erneut gab es in den Doppeln eine Punkteteilung. Während der HTV im oberen Paarkreuz einen schweren Stand hatte, holten Philipp Plewa und Robin Bartl auf den Positionen drei und vier alle vier möglichen Punkte. Zudem rang Alexander Uhing im Spitzeneinzel Maris Miethe nach 0:2-Satzrückstand noch nieder. Den entscheidenden sechsten Zähler holte der nervenstarke Bartl in der Verlängerung des fünften Satzes (11:6, 7:11, 5:11, 12:10, 13:11).
Nicht mehr ganz so spannend machten es die Hundsmühler in den folgenden beiden Begegnungen gegen SV Wissingen (6:1) und SG Rodenberg (6:1). Damit war Platz eins in der Gruppe und die Qualifikation für die Niedersachsenliga perfekt. Neben den HTV-Jungen jubelten auch der TuS Celle, TSV Lunestedt und TTC Grün-Gelb Braunschweig.
Rundum zufrieden zeigte sich Jobmann nach dem langen Tag mit seinen Schützlingen. „Die Quali hat gezeigt, dass wir in der Breite sowohl bei den Spielern als auch im Betreuerteam super besetzt sind und zuversichtlich in die Zukunft schauen können. Wir haben eindrucksvoll den Status als Nummer eins rund um Oldenburg untermauert.“ Bereits jetzt sei die Vorfreude auf die neue Saison riesig. Jobmann: „Die Jungs sind so motiviert, dass sie in dieser Woche schon wieder zum Training in der Halle standen.“
