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IGS am Everkamp Schulleiter will eigene Oberstufe – SPD im Landkreis Oldenburg unterstützt diesen Weg

Schauten sich beim Besuch der IGS am Everkamp in Wardenburg auch die neue Schulküche an: Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion und der Wardenburger Sozialdemokraten.

Schauten sich beim Besuch der IGS am Everkamp in Wardenburg auch die neue Schulküche an: Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion und der Wardenburger Sozialdemokraten.

SPD

Wardenburg/Ahlhorn - Die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Wardenburg hat nach Ansicht ihres neuen Schulleiters (seit April) Carsten Kliegelhöfer sehr viel Potenzial, das man noch heben kann. „Die Schule ist ein Ferrari, dem man den Motor eines Mittelklassewagens eingebaut hat“, sagte er beim Besuch der SPD-Kreistagsfraktion und von Wardenburger Sozialdemokraten. Damit meinte er vor allem die fehlende Oberstufe. Zwar gebe es künftig eine Kooperation mit dem Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn, die den Wardenburger Schülern Plätze in der gymnasialen Oberstufe garantiere, aber das sei nur der erste Schritt. Kliegelhöfer wolle eine eigene Oberstufe für die IGS am Everkamp, die Mädchen und Jungen aus dem Landkreis offenstehe, heißt es in einer SPD-Pressemitteilung.

Vorteil der Kooperation sei, dass die Schülerinnen und Schüler im Landkreis blieben. Außerdem entkräfte man damit das Argument vieler Eltern, die ihre Kinder nicht auf die IGS schickten, weil man in Wardenburg kein Abitur machen könne. „Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder wechseln“, nannte Kliegelhöfer einen „strategischen Nachteil“ der IGS, den auch die Politik im Landkreis Oldenburg mit einer klaren Aussage für eine Oberstufe entkräften könne.

SPD für eine Oberstufe

„Die Kooperation ist der richtige Weg zur eigenen Oberstufe, die wir unterstützen. Damit zeigt man Perspektiven auf“, sagte der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Thore Güldner, und versprach, dass seine Partei „politisch dafür werben wird, diesen Weg einzuschlagen“. Man müsse generell über die Schulstruktur im Landkreis und über die Abhängigkeit der IGS von den Fahrplänen des ÖPNV sprechen. Manche Schülerinnen und Schüler müssten um 5 Uhr aufstehen, um rechtzeitig zum Schulbeginn um 7.35 Uhr in Wardenburg zu sein. Den von Kliegelhöfer erbetenen „Rückhalt in der Politik“ könne er für die Sozialdemokraten zusagen, so Güldner. „Wardenburger Kinder sollten in Wardenburg ihr Abitur machen können.“

IGS am Everkamp

Die Integrierte Gesamtschule in Wardenburg steht nach dem Verständnis der Schule für inklusiv, gemeinsam und schülerzentriert. Unterrichtet wird nach dem Jahrgangsprinzip in Projekten. Die Stärken und Schwächen der Mädchen und Jungen werden in Lernentwicklungsberichten abgebildet, Noten gibt es ab dem achten Jahrgang. Zum Konzept der Schule, die vom Landkreis in den vergangenen Jahren komplett saniert worden ist, gehören auch bestimmte Profile, die den Kindern Einblicke in besondere Themen geben und ihnen ermöglichen, neue Wege einzuschlagen. So arbeitet die Schule im Musikprofil „Band“ mit einer örtlichen Musikschule zusammen und geht damit über den üblichen Musikunterricht hinaus.

Neue Schulküche

Beim Besuch in der IGS nahmen die Sozialdemokraten auch die neue Schulküche in Augenschein. Das sei ein echtes Schmuckstück geworden und vom Landkreis Oldenburg sehr gut investiertes Geld, so die SPD. Zur Einweihung der Küche soll es eine gemeinsame Aktion mit der Küchenbrigade des „Wardenburger Hofes“ geben, verriet Kliegelhöfer. Es gehöre zum Konzept der Schule, Ausbildung erlebbar zu machen und dazu die Verzahnung mit der örtlichen Wirtschaft zu suchen.

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