Der Weltherztag an diesem Sonntag, 29. September, soll die Menschen aufrufen, sich um ihre Gesundheit zu kümmern. Als Leiterin der Herzsportgruppe des TSV Ganderkesee bringt Claudia Stolz aus Ganderkesee seit zweieinhalb Jahren nicht nur das wichtigste Organ ihrer Teilnehmer auf Trab.
Wie sieht ein Training für Herzpatienten aus?
StolzÜberwiegend biete ich Übungen zur Ausdauer an. Der Kreislauf wird angeregt und die Koordination geschult – je nach Diagnose und Leistungsfähigkeit. Ein wichtiger Bestandteil ist auch immer Entspannung.
Warum?
StolzWeil Stress schädlich ist. Abschalten zu können ist wichtig – egal, ob jemand Infarktgefährdet ist, oder nicht.
Ist das erlernbar?
StolzJa. Mit den richtigen Methoden. Manchen hilft auch Yoga oder ein gutes Buch zu lesen. Ich selbst gehe mit dem Hund raus.
Was empfehlen Sie noch?
StolzGesunde Ernährung, wenig Alkohol, keine Zigaretten. Eine Garantie ist das aber nicht. Auch fitte Menschen können einen Herzinfarkt bekommen.
Und danach wieder normal leben?
StolzAuf jeden Fall. Patienten müssen auch lernen, sich wieder etwas zuzutrauen. In meinen Gruppen wird viel gelacht. Das ist wichtig – neuen Lebensmut schöpfen. Völlig zurückschrauben ist keine Lösung. Es gilt im wahrsten Sinne aufzustehen und in Bewegung zu bleiben.
Welche Bedeutung hat das Herz für Sie?
StolzEs ist das Zentrum des Menschen. Da hängt alles dran – auch die Gefühle.
Kann Herzschmerz auch zum Infarkt führen?
StolzLiebeskummer? Nein, das glaube ich nicht. Zum Glück.
