„Große Pläne für Kleine Straße in Wildeshausen“

Bereits 2019 habe ich der Stadt den Erwerb der Immobilie Kleine Straße 14 angeboten, verbunden mit dem Vorschlag einer rückwärtigen Anbindung der 23 Parkplätze in der Westerstraße 25 (NWZ). Mein Ziel: eine Entlastung der Westerstraße, bessere Voraussetzungen für Innenstadt-belebende Veranstaltungen. Ich erhielt keine Antwort hierauf. Auf meine erneute Anfrage im November 2021 antwortete die Stadt, dass sie ... „keinen Verkauf des Gebäudes ... betreibt“.

Mitte Januar 2022 erhielt ich die Anfrage der Stadt, ob ich am Ankauf unter Beibehaltung der Bausubstanz interessiert sei. Meine Antwort: Ja. Hierauf folgte die Ablehnung der Stadt, da die „verkehrliche Anbindung Westerstraße 25 nicht zu realisieren ist“ – Ende der Kommunikation. Kein Interesse an einem Kaufpreisangebot, nicht einmal ein Gespräch. Ende Januar zaubert die Stadt ein Wertgutachten aus dem Hut. Damit bereitet sie einen gezielten Verkauf vor: keine öffentliche Vermarktung, die aktuell sehr günstige Marktlage bleibt außen vor!

Warum die Stadt bei dem heruntergekommenen Gebäude Kleine Straße 14 auf die „Beibehaltung der historischen Bausubstanz“ besteht, während einem Teilabriss des nun wirklich als historisch und stark ortsbildprägend einzustufenden Zimmermann-Gebäudes an der Heiligenstraße (Kleine Kneipe) zugestimmt werden soll, ist kaum nachvollziehbar. Der Abriss-Beschluss, der dem Bauausschuss vorliegt, sieht im Eckbereich Kleine Straße/Heiligenstraße Parkplätze vor. Damit wird das schwierige Ein- und Ausparken am Stellmacherplatz künftig chaotisch.

Meine Vorschläge an die Stadt, mit Timo Poppe zu dritt optimierte Konzepte im allseitigen im Sinne auszuloten, gingen ins Leere. Fazit: Die Stadt lässt die einmalige Chance, im Sinne einer erbaulichen Innenstadt-Entwicklung gestalterisch einzugreifen, ungenutzt.

Otto Sandkuhl Rechterfeld