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Coronavirus im Landkreis Oldenburg Impfambulanz in Ganderkesee geschlossen

Landrat Dr. Christian Pundt (von links), Dr. Leonhard Hamschmidt und Petra Debbeler vom Gesundheitsamt sowie Bürgermeister Ralf Wessel, Frank Flake (Bereichsleiter Notfallvorsorge der Malteser), Impfambulanz-Leiterin Dörthe Stukenborg und Christian Gallikowsky (Johanniter) zogen eine positive Bilanz der Arbeit der Mobilen Impfteams.

Landrat Dr. Christian Pundt (von links), Dr. Leonhard Hamschmidt und Petra Debbeler vom Gesundheitsamt sowie Bürgermeister Ralf Wessel, Frank Flake (Bereichsleiter Notfallvorsorge der Malteser), Impfambulanz-Leiterin Dörthe Stukenborg und Christian Gallikowsky (Johanniter) zogen eine positive Bilanz der Arbeit der Mobilen Impfteams.

Antje Rickmeier

Ganderkesee/Landkreis - Auch am letzten Tag kamen noch Patienten in die ständige Impfambulanz in Ganderkesee, um eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus zu erhalten. Doch insgesamt war es in den vergangenen Wochen nach Angaben von Leiterin Dörthe Stukenborg sehr ruhig in der Einrichtung des Landkreises Oldenburg.

Da das Land Niedersachsen kein Geld mehr zur Verfügung stellt, gab es am Mittwoch zum letzten Mal Impfungen in der früheren OLB-Filiale. Die zwei verbliebenen Mobilen Impfteams des Landkreises stellten ihre Arbeit ein.

Landrat Dr. Christian Pundt zog eine positive Bilanz: In 15 Monaten seien fast 40.000 Impfungen erfolgt, sagte er beim Ortstermin in Ganderkesee. Außerdem lobte er die gute Zusammenarbeit in den Mobilen Impfteams, in denen Ärzte sowie Helfer und Helferinnen von Malteser Hilfsdienst und Johanniter-Unfall-Hilfe zusammenarbeiteten. In der Coronazeit hätten sie gemeinsam viel auf die Beine gestellt.

Täglich Impfungen

Im Oktober 2021 hatten vier Mobile Impfteams mit insgesamt 63 Mitarbeitenden die Impfzentren in den Gemeinden abgelöst. Die Teams machten Impfangebote in den Kommunen. Außerdem besuchten sie Pflegeeinrichtungen, Kliniken, Schulen sowie auch Polizei und Feuerwehr. Insgesamt wurden ab Januar 2021 im Landkreis rund 136.000 Impfungen vorgenommen.

In Ganderkesee gab es ein Impfzentrum in der Schule am Habbrügger Weg: „Letztes Jahr zwischen Weihnachten und Neujahr standen dort lange Schlangen in der Kälte“, sagte Ganderkesees Bürgermeister Ralf Wessel. Ab Ende Juni gab es dann täglich Impfungen in der Ambulanz an der Grüppenbührener Straße. Dr. Leonhard Hamschmidt, ärztlicher Leiter des Gesundheitsamts, zeichnete die Entwicklung der Corona-Pandemie im Landkreis nach: Am 15. Dezember 2020 seien die Impfungen an den Start gegangen. „Die Hausarztpraxen konnten den großen Andrang nicht bewältigen.“ Hamschmidt berichtete, dass Impfstoff anfangs mit Polizei-Eskorten geliefert worden sei.

Ausrüstung gespendet

In den vier Impfteams sei immer auf die aktuellen Varianten reagiert worden. „Sie haben dem zeitlichen Druck standgehalten.“ Das sei eine tolle Leistung gewesen, ohne die die Wellen größer ausgefallen wären, so der ärztliche Leiter. In den „kritischen Monaten“ von Dezember 2021 bis Februar 2022 hätten die Teams rechtzeitig vor der Ausbreitung der Omikron-Variante einen essentiell wichtigen Beitrag geleistet, teilt auch der Landkreis mit. Laut Statistik übernahmen die mobilen Helfer und Helferinnen rund 15 Prozent der Impfungen, während mit 97.000 Impfungen rund 35 Prozent in den Impfzentren erfolgt sind.

Nach der Schließung der Impfambulanz in Ganderkesee sind Immunisierungen nach wie vor in den Hausarztpraxen möglich. Covid werde die Menschheit weiter begleiten wie die Grippe, sagte Dr. Leonhard Hamschmidt.

Ein großer Teil der Materialien der Ambulanz, darunter Impfbestecke, Tupfer und Masken, seien an einen Oldenburger Verein gespendet worden und würden direkt in die Ukraine gehen, hieß es beim Ortstermin.

Antje Rickmeier
Antje Rickmeier Redaktion Ganderkesee
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