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Inklusionsprojekte Gemeinde Hatten eine von 30 Modellkommunen

Sportfeste mit Spielen, die barrierefrei sind, (hier ein Bild vom Juni 2021) gehören mit zu den Vorzeigeprojekten in der Gemeinde Hatten.

Sportfeste mit Spielen, die barrierefrei sind, (hier ein Bild vom Juni 2021) gehören mit zu den Vorzeigeprojekten in der Gemeinde Hatten.

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Gemeinde Hatten - Nachdem die Gemeinde Hatten vor wenigen Wochen als Gastgeberin für ein Teilnehmerteam der Special Olympics World Games 2023 ausgewählt wurde, ist sie nun auch Teil eines weiteren Projektes, das mit den Weltspielen für geistig behinderte Menschen in einem engen Zusammenhang steht. Hinter dem Namen „LIVE“ – für Lokal Inklusiv Vereint(es) Engagement – verbirgt sich das Ziel, mehr Inklusion und Teilhabe im Sport zu ermöglichen. Gefördert wird es vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Jetzt Modellkommune

„Hatten ist mit sechs weiteren Kommunen aus Niedersachsen eine der 30 Modellkommunen in ganz Deutschland“, freut sich Inklusionsbeauftragte Leonie Schulte. Bei LIVE sei es besonders wichtig, dass Menschen mit geistiger Behinderung mit einbezogen werden und die Entwicklung vor Ort mitbestimmen. „Sie können sich im Rahmen des Projektes durch eine mehrtägige Schulung zu so genannten Teilhabe-Beratenden ausbilden lassen und die Kommunen dann aktiv auf deren Weg zu mehr Inklusion begleiten und beraten.“

In Niedersachsen sind neben der Gemeinde Hatten nur Braunschweig, Gifhorn, Hameln, Hannover, Hildesheim und Verden mit von der Partie. Der Inklusionsprozess in der Gemeinde soll neben der Ausbildung von Beratern durch den Aufbau von Netzwerken und neue Angebote unterstützt werden. In der Gemeinde Hatten hat das sogenannte HAI-Projekt – Hatten inklusiv – bereits begonnen, die Teilhabe aller hier lebenden Menschen voranzubringen. Neben sportlichen Schwerpunkten wie Sporttagen und inklusiven Sportangeboten im (Tisch-)Tennis war auch die 1. Inklusive Disko im Herbst 2021 trotz Corona-Auflagen ein Erfolg und soll vermutlich im Frühsommer wiederholt werden. Digitale Angebote (Bürgermeister-Sprechstunde, virtuelle Sportangebote) und die digitale Inforeihe „Inklusionsgedanken“ gehören ebenfalls zu den Aktivitäten, die vor allem aufklären und sensibilisieren sollen.

2022 sind u. a. eine neue Vortragsreihe „Inklusive Zukunft in Hatten“, Netzwerktreffen und ein Sportivationstag geplant.

Barrieren abbauen

Special Olympics Deutschland (SOD) hat sich letztes Jahr im Rahmen des Projekts „LIVE – Lokal Inklusiv Verein(tes) Engagement“ in fünf Modellregionen auf die Suche nach Kommunen gemacht, die Inklusion vor Ort mit Fokus auf den Sport vorantreiben möchten. Statt der ursprünglich geplanten 25 Kommunen wurden letztendlich 30 Kommunen aus den fünf Modellregionen Brandenburg, Baden-Württemberg/Hessen, Bremerhaven/ Hamburg, Niedersachsen und Sachsen/ Sachsen-Anhalt ausgewählt.

In dem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekt geht es darum, nachhaltige, inklusive Strukturen in den Kommunen unter aktivem Einbezug von Menschen mit geistiger Behinderung auf- und auszubauen. Ziel ist es, auf die Bedarfe von Menschen mit geistiger Behinderung aufmerksam zu machen und mehr Teilhabe für sie zu ermöglichen. „Jede und jeder kann mitmachen und so können Barrieren und Berührungsängste abgebaut werden“, so Michael Lofink, Athletensprecher von Special Olympics und Mitglied im bundesweiten Beratungsgremium ‚Teilhabe vor Ort‘.

Werner Fademrecht
Werner Fademrecht Redaktion Hatten
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