Ganderkesee - Während des Einkaufs den Akku des eigenen E-Autos laden: Das können Inkoop-Kunden in Ganderkesee neuerdings an einer Schnellladesäule auf der Parkfläche. An zwei Ladepunkten dauere das je nach Autotyp 20 bis 30 Minuten, sagt Inkoop-Geschäftsführer Bernd Oetken. Ladesäulen, jedoch langsamer ladende, gibt es vor den meisten Märkten der Kette seit 2014. Im vergangenen Herbst wurden sie nun umgerüstet, die Leistung auf das Sieben- bis Achtfache erhöht, so Oetken.

Das Angebot werde „bestens angenommen“. Angebracht hat die Säulen EWE Go, eine Tochtergesellschaft des Energieversorgers EWE, die auch für den Betrieb verantwortlich zeichnet und mit den Parkplatz-Ladekunden abrechnet. Für Inkoop fallen deshalb – abgesehen von zwei eingedampften Parkplätzen für die Säulen – keine Kosten an. Im Gegenteil verspricht sich Oetken infolge dieses Serviceangebots „eine höhere Kundenfrequenz“. Zugleich gehe es ihm um einen Beitrag zum Klimaschutz: „Wir halten E-Mobilität für nachhaltiger, als fossile Brennstoffe zu verballern.“

Dass auch jene mal eben kurz ihr E-Auto aufladen, die nicht bei ihm einkaufen, ist für Oetken keine große Sache. „Während der Ladezeit kann man auch zur Gastronomie gehen oder bei der Post was abgeben. Da haben wir keinen Einfluss drauf.“ Die Märkte seien in der Regel „strategisch gut an Autobahnen gelegen“, somit seien solche Schnellladesäulen auch für Durchreisende interessant. Letztlich profitierten nicht nur Inkoop und EWE, sondern auch die jeweiligen Gemeinden, deren Ladeinfrastruktur aufgewertet werde.

Thilo Schröder
Thilo Schröder Thementeam Polizei/Justiz