Frank Stöver hat sich mit dem Kauf des gesamten Bahnhofsgeländes in Wildeshausen zur Schaffung von 70 Stellplätzen verpflichtet. Der damalige Kaufpreis nimmt darauf Rücksicht. Nun will die Stadt freiwillig und unentgeltlich auf 51 dieser Plätze verzichten, „weil es keinen Bedarf gibt und der Bahnhof zu weit vom Stadthaus entfernt ist“? Das ist völlig absurd. Wer hat den mangelnden Bedarf in dieser Spitzenlage festgestellt? Jeder Bahnbenutzer schafft die wenigen hundert Meter in die City.
Mit etwas Kreativität schafft man eine Vielzahl sicherer Unterstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof und erhöht die Attraktivität für dauerhafte Stellplatznutzer, die in der Stadt arbeiten. So kann Entlastung für Parkplätze zugunsten von Innenstadt-Kunden geschaffen werden.
Auf dem Gildeplatz hat sich die Situation gravierend verschärft, seitdem die Stadt das Nutzungsrecht des Oberdecks der Parkpalette an die LzO veräußert hat. Das war bereits eine krasse Fehlentscheidung.
Jeder Investor gewerblicher Baulichkeiten in der Stadt übernimmt die Verpflichtung, eine entsprechende Stellplatzanzahl zu schaffen oder durch Zahlung an die Stadt abzugelten – und zwar rund 6300 Euro pro Platz. Hier wird eindeutig mit ungleichem Maß gemessen.
Die Entscheidung einer Änderung des Vertrages mit Stöver sollte nicht mehr kurz vor Toresschluss vom „alten“ Rat am 27. Oktober getroffen, sondern den dann neu gewählten Ratsmitgliedern überlassen werden.
Die Aktivitäten von Frank Stöver im städtischen Bereich an sich sind durchaus positiv zu bewerten. Dadurch ist aber keineswegs ein derartiges Goodwill des Stadtrates ihm gegenüber begründet.
