Wardenburg - Hausbesuche und Präsenz-Gottesdienste in ihrem Königreichssaal in Benthullen hat die Wardenburger Gemeinde von Jehovas Zeugen seit nunmehr fast zwei Jahren ausgesetzt. Um in Zeiten der Corona-Pandemie Infektionsherde zu vermeiden, wurde konsequent auf Online-Gottesdienste umgestellt.
Gegenseitig Mut machen
„Obwohl sich das Gemeindeleben dadurch stark veränderte, stellen wir fest, dass Gottesdienste und sich gegenseitig Mut machen auch langfristig digital funktionieren“, berichtet Sven Müller, Medienbetreuer der Zeugen Jehovas in Wardenburg. Die Glaubensgemeinde führe ihre Gottesdienste derzeit per Videokonferenz durch. Aber auch für private Treffen und gemeinsame Unternehmungen würden die Glaubensangehörigen gängige Meeting-Apps – und das generationsübergreifend – nutzen.
Da Jehovas Zeugen auf die bekannten Hausbesuche verzichten, schreiben stattdessen viele Gemeindemitglieder freundliche und oft liebevoll gestaltete Briefe an Menschen in ihrer Umgebung, um mit ihnen etwas Positives zu teilen. Selbst ihren wichtigsten Gottesdienst, die jährliche Feier zum Gedenken an den Tod von Jesus Christus („Abendmahl des Herrn“) gestalteten Jehovas Zeugen weltweit digital. Am 27. März vergangenen Jahres besuchten über 21,3 Millionen Menschen diese besondere Gedenkfeier. Auch zum digitalen Sommerkongress seien Besucherhöchstzahlen registriert worden, weiß Sven Müller.
Einsatz schätzen
Gegen Gerüchte, Jehovas Zeugen seien Impfgegner und würden von Impfungen abraten, verwahrt sich Müller: „Viele Zeugen Jehovas aus Wardenburg haben sich für eine Impfung entschieden.“ Darüber hinaus würden sie den unermüdlichen Einsatz ihrer Mitbürger in den medizinischen Berufen schätzen. Wie lange noch die Pandemie eine Rückkehr zur Normalität verwehrt, bleibt ungewiss. Müller: „Dennoch sind Jehovas Zeugen auch für 2022 fest entschlossen, positiv zu bleiben und trotz immer neuer Herausforderungen das Beste aus der Lage zu machen – denn Mut machen geht auch digital.“
