Wardenburg - Einen Blick zurück auf das vergangene Jahr wirft die Wardenburger Gemeinde von Jehovas Zeugen. Zum ersten Mal seit 2019 konnte im April vergangenen Jahres die jährliche Abendmahlsfeier wieder in Präsenz stattfinden. Mit Ausbruch der Covid-19-Pandemie im März 2020 hatten Jehovas Zeugen ihre Zusammenkünfte zum Schutz der Gesundheit ausschließlich per Videokonferenz abgehalten.

Die Rückkehr an die Haustüren, an denen die 175 000 Zeugen Jehovas in Deutschland gerne das Gespräch über die Bibel suchen, erfolgte dennoch erst ab dem 1. September. Auch Hilfe für die Ukraine wurde in 2022 geleistet. „Von 130 000 Zeugen Jehovas in der Ukraine flohen etwa 27 000 in andere Länder“, wissen Nadine und Sven Müller, Medienbeauftragte von Jehovas Zeugen in Wardenburg. Kurz vor dem Winter habe die Glaubensgemeinschaft in Deutschland in einer Hilfsaktion unter anderem über 35 000 warme Kleidungsstücke für besonders betroffene Gebiete in der Ukraine verpackt.

Im Gegensatz zur Ukraine sind in Russland Jehovas Zeugen seit 2017 verboten. „Mit Stand Dezember 2022 befinden sich 111 Zeuginnen und Zeugen Jehovas in Haft oder Untersuchungshaft, weil sie in Russland und auf der Krim friedlich ihren Glauben ausgeübt haben“, schreibt das Ehepaar Müller in ihrem Jahresbericht.

Im Ausblick auf das Jahr 2024 berichtet die Wardenburger Gemeinschaft, dass im Gottesdienst am 27. März der diesjährige Sondervortrag lautet: „Wir können zuversichtlich in die Zukunft schauen!“. Der wichtigste religiöse Feiertag der Zeugen Jehovas, das Abendmahl des Herrn, wird weltweit am 4. April gefeiert. Im Sommer, vom 7. bis 9. und vom 14. bis 16. Juli, gibt es zwei dreitägige Kongresse in der ZAG-Arena in Hannover, diesmal unter dem Motto „Übt Geduld!“.