Wardenburg - Der Amoklauf mit acht Toten und mehreren Verletzten in einem Hamburger Königreichssaal von Jehovas Zeugen hat auch in der Religionsgemeinschaft vor Ort tiefe Betroffenheit ausgelöst. „Wir haben davon am Donnerstagabend über tagesschau.de erfahren“, berichtet Sven Müller, Medienbeauftragter von Jehovas Zeugen in Wardenburg, auf Nachfrage unserer Redaktion. Details zu der Tat in Hamburg kenne er nicht. „Wir haben zu der Gemeinschaft dort keinen direkten persönlichen Kontakt“, so Müller.

Bestatter bringen Bahren zum Gebäude der Zeugen Jehovas im Stadtteil Alsterdorf. Bei Schüssen in einer Veranstaltung der Zeugen Jehovas sind am Donnerstagabend acht Menschen getötet, darunter ein ungeborenes Kind, und acht weitere verletzt worden. De Täter begang vor Ort Selbstmord.

AMOKLAUF IN HAMBURG Acht Tote nach Schüssen bei Zeugen Jehovas – Ungeborenes Kind unter den Opfern

Hamburg

Erste Informationen, dass es sich bei dem Amokläufer womöglich um ein ehemaliges Mitglied handelt, macht für Sven Müller keinen Unterschied: „Unabhängig von dem Motiv bleibt das eine schreckliche Tat, die man keiner Glaubensgemeinschaft wünscht.“ Befragt nach künftigen Sicherheitsvorkehrungen für den Königreichssaal in Benthullen, berichtet Müller: „Während unserer Zusammenkünfte ist es bei uns üblich, die Türen so abzuschließen, dass von außen keiner hereinkommt. Von innen lassen sie sich im Notfall natürlich immer sofort öffnen.“

Dass solche Sicherheitsvorkehrungen jedoch wenig helfen würden, wenn der Täter – wie in Hamburg offenbar geschehen – durchs Fenster schieße, habe der aktuelle Fall gezeigt, so Müller. „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien und Opfern sowie den traumatisierten Augenzeugen.“ Der Wardenburger ist überzeugt: „Die Seelsorger vor Ort werden sicherlich alles geben, um diesen Menschen Beistand zu leisten.“

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Marén Bettmann
Marén Bettmann Redaktion Wardenburg