Wüsting - Einen Grund zum Feiern gibt es bei dem Wüstinger Alfred Neugebauer: Er wird 90 Jahre alte. Dass er diesen besonderen Tag im Kreis seiner Familie, mit seinen Freunden, Bekannten und der Nachbarschaft feiern will, das steht für den Jubilar fest. Denn der Zusammenhalt mit den Menschen in seinem Umfeld steht für ihn an oberster Stelle.
Behütete Kindheit
Geboren ist Neugebauer am 10. Mai 1933 in Katscher, in der damaligen Tschechoslowakei. An seine Kindheit erinnert er sich gern. „Ich bin gut behütet aufgewachsen“, sagt er. Und auch seine Frau Helga betont, dass die Heimat des 90-Jährigen eine „ländliche Idylle“ war. Doch auch die Kriegsjahre prägten das Leben des heutigen Wüstingers. Vertrieben aus der Heimat, gelang er über Schlesien 1946 nach Hude und war erst in Holler-Neuenwege untergebracht.
Mit der Ankunft in der Gemeinde Hude nahm Neugebauers Leben seinen Lauf. Er besuchte die damalige Volksschule in Wüsting, machte ab 1948 eine Ausbildung zum Tischler und stieg Anfang der 1950er in die Tischlerei seines Vaters ein, mit der sich dieser 1950 selbstständig machte.
Neben seiner beruflichen Laufbahn lief es auch im Privaten gut für Neugebauer. Er lernte seine Frau Helga beim Tanzen im Gasthaus von Anton Budde kennen. 1961 folgte die Hochzeit und die Kinder Rainer und Carmen machten die Familie vollständig.
Umorientierung
Doch 1970 musste sich Neugebauer noch einmal komplett umorientieren. Aus gesundheitlichen Gründen konnte er nicht mehr als Tischlermeister arbeiten und begann eine Stelle als Schulassistent an der Gewerbe-Berufsschule in Oldenburg, wie sie damals hieß. Bis zur Rente 1996 arbeitete er dort.
Mit der Rente wurde es nicht langweilig bei Neugebauer. Noch immer verbringt er viele Stunden im Garten und genießt die Zeit mit seiner Frau, den beiden Kindern und den fünf Enkeltöchtern. Besonders freut er sich darauf, dass die Familie um eine Urenkelin wachsen wird. Um den Geburtstag zu feiern, sind über 60 Gäste am Samstag in der Gaststätte Buchholz eingeladen.
