Anke Lehmkuhl (47) hat nach einer zweijährigen Lehre zur Verwaltungsfachangestellten zunächst als Chefsekretärin der damaligen Gemeindedirektors Heinz Huhs gearbeitet, ist aber bereits seit Jahrzehnten für Kindergärten und Kindertagesstätten zuständig. Als sie die Zuständigkeit dafür übernahm, gab es 13 Spielkreise und einen Kindergarten; heute sind es sechs Kindergärten, vier Spielkreise und vier Einrichtungen privater Träger.
„Frau Lehmkuhl hat immer über den Tellerrand hinausgeblickt“, lobte Lange, „sie hat sich immer sehr kreativ an der Suche nach geeigneten baulichen und finanziellen Lösungen beteiligt, hat aber auch den Daumen auf die Finanzen gehalten“.
Uwe Bleydorn (55) hatte im April 1965 eine dreijährige Lehre im Rathaus begonnen und damit die Weichen für den Übergang in den gehobenen Dienst gestellt. Er war 1977 Abteilungsleiter für Steuern/Personal und 1979 stellvertretender Kämmerer geworden. Seit der Neu-Organisation der Gemeindeverwaltung Ende 2000 ist er Leiter der Gemeinde-Kasse, wo er Millionen-Beiträge verwaltet. Als Mitglied des Personalrats setzte sich Bleydorn viele Jahre lang für die Belange seiner Kollegen ein.
Nach den Beobachtungen der beiden „40-Jährigen“ hat sich Verwaltungs-Tätigkeit im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Die Bürger seien „mündiger“ geworden, die Entscheidungen „politischer“ und „komplizierter“, meinen die beiden. Gerade Neu-Bürger träten der Verwaltung mit besonders hohen Ansprüchen gegenüber.
Und die Gemeinde selbst? – Die habe sich , sagen Lehmkuhl und Bleydorn, vom klassischen Typ der „Landgemeinde“ inzwischen weit entfernt.
