Ganderkesee - Von „Wie verändern sich Alltagsmetalle im Umfeld von Wärme, Wasser und Schlamm?“ bis hin zu „In welchem Becher bleibt mein Tee am längsten heiß?“: Mit diesen und vielen weiteren Fragen haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schulwettbewerbs Science Fair am Gymnasium Ganderkesee über mehrere Monate beschäftigt. Am Freitag hatten die mehr als 60 Jungforscher und Jungforscherinnen aus dem 4. bis 10. Jahrgang die Chance, ihre Ergebnisse bei der Wissenschaftsmesse in der Aula des Gymnasiums der Öffentlichkeit zu präsentieren. Höhepunkt der Messe waren die Siegerehrungen durch eine fachkundige Jury, bestehend aus Andreas Lange, ehemaliger stellvertretender Leiter des Gymnasiums, Veronika Vahlhaus-Rutayungwa, ehemalige Vorsitzende des Schulelternrates, Christel Zießler, stellvertretende Landrätin und Ministerialrätin Vera Reineke. Koordiniert wurde die Veranstaltung von Dr. Geeske Göhler-Marks, Lehrerin und Koordinatorin der Begabtenförderung.
Insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler durften sich über eine Auszeichnung für ihre Projekte freuen.
In Heimat zuhause?
Seit fünf Monaten hat sich Lilliana Bornstedt aus dem 8. Jahrgang mit der Frage „Bin ich in meiner Heimat zuhause?“ beschäftigt. Durch ihren Vater sei sie auf dieses Thema gekommen: „Er sagt zwar, dass er hier wohnt, seine Heimat ist allerdings woanders.“ Mit Umfragen und Interviews habe sie verschiedene Menschen nach ihrer Herkunft, ihrem Wohnort und den Kriterien einer Heimat und eines Zuhauses befragt. Auch ein Selbstexperiment hat die Schülerin gestartet: „Immer, wenn ich über längere Zeit an einem anderen Ort war, habe ich noch einmal besonders auf zum Beispiel optische und klimatische Unterschiede geachtet. Dann habe ich mich gefragt, was mir fehlt, damit ich mich heimisch oder zuhause fühlen würde“, erklärte sie. Lillianas Ergebnis: „Wenn man in seinem Zuhause sehr glücklich ist, dann kann es sein, dass man das Gebiet drum herum irgendwann als Heimat sieht. Das muss aber nicht zwingend der Fall sein“, erklärte sie. Für ihr Projekt wurde Lilliana bei der Siegerehrung von Lange und Zießler ausgezeichnet. Freuen durfte sie sich, wie alle Siegerinnen und Sieger, über Urkunde, Turnbeutel mit Thermofunktion und eine Blume.
Bin ich in meiner Heimat zuhause? Mit dieser bewegenden Frage hat sich Lilliana Bornstedt aus dem 8. Jahrgang des Gymnasiums Ganderkesee seit einigen Monaten beschäftigt.
Wo wächst Kresse?
Einen grünen Daumen bewiesen die Jungforscherinnen Alisa Iparova, Emilia Ullmann und Lara Ströning aus der Klasse 5b. Ihre Fragestellung: „Mit welcher Erde wächst Kresse am besten?“ Um dies herauszufinden füllten die drei Schülerinnen jeweils zehn Kressesamen in fünf verschiedene Becher, die jeweils eine andere Erde enthielten.
Über zehn Tage dokumentierten sie das Wachstum. In einem Diagramm hielten sie die Höhe und die Anzahl der Keimlinge fest. „Auf Kresse sind wir gekommen, weil ich davon noch sehr viel zuhause hatte“, verriet die elfährige Emilia.
Das Ergebnis: Die Kresse wuchs am besten in der Erde vom Straßenrand. Auch Alisa, Emilia und Lara wurden für ihr Projekt ausgezeichnet.
Mit welcher Erde wächst Kresse am besten? Mit dieser Frage haben sich (v. l.) Alisa Iparova, Emilia Ullmann und Lara Ströning aus der 5b seit einigen Monaten beschäftigt.
