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Zu wenig Anmeldungen Katholische Kirchengemeinde sucht dringend Sternsinger

Verkleidet und gut gelaunt: Damit, wie auf diesem Bild von 2020, wieder viele Kinder in Hude und Wüsting als Sternsinger umherziehen, werden noch Anmeldungen benötigt.

Verkleidet und gut gelaunt: Damit, wie auf diesem Bild von 2020, wieder viele Kinder in Hude und Wüsting als Sternsinger umherziehen, werden noch Anmeldungen benötigt.

Archiv/Peter Kratzmann

Hude/Wüsting - Dringend sucht die katholische Kirchengemeinde St. Marien aus Hude weitere Kinder, die am 7. Januar als Sternsinger in Hude und Wüsting von Haus zu Haus ziehen. Denn aktuell haben sich laut Birte Karrasch, die ehrenamtlich mit fünf weiteren Frauen die Sternsinger-Veranstaltungen organisiert, so wenig Kinder angemeldet, dass sie befürchtet, dass nicht alle Bereiche des Gemeindegebiets besetzt werden könnten.

Sternsinger im Überblick

Beim Sternsingen handelt es sich um einen Brauch, bei dem eine Gruppe von Menschen – zumeist Kinder –, die verkleidet als die Heiligen Drei Könige von Haus zu Haus zieht, um den Sternsingersegen zu verbreiten. Sie ziehen in der Regel in der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar – dem „Fest der Erscheinung des Herrn“ – umher. Der Brauch geht nachweisbar bis in das 16. Jahrhundert zurück und wird auch als Dreikönigssingen bezeichnet.

Zu wenig Anmeldungen

„Vor Corona waren immer 100 bis 120 Kinder mit dabei“, sagt Karrasch. In diesem Jahr seien jedoch erst 75 Anmeldungen eingegangen. Problematisch für die Aktion sei das, erklärt Karrasch, da der Bereich von Hude und Wüsting in insgesamt 30 Teile eingeteilt wird. In diesen Bereichen ziehen dann jeweils Gruppen von drei bis vier Kindern mit ihren Begleitern von Haus zu Haus. Bei 75 Kindern geht die Rechnung allerdings derzeit noch nicht auf. „Wir können noch nicht alles abdecken“, sagt Karrasch.

Aufmerksam machen

Dass derzeit zu wenig Anmeldungen vorliegen, könnte für Karrasch mehrere Gründe haben. Zum einen hält sie es für möglich, dass die Sternsinger-Aktion aufgrund der coronabedingten Pause wieder mehr ins Gedächtnis gerufen werden müsse. „Wir haben schon Briefe herausgeschickt, um die Menschen direkt anzusprechen.“ Sie hält es auch für möglich, gerade einen geburtenschwachen Jahrgang zu treffen. „Das merken wir eigentlich immer daran, wenn die Zahlen der Kommunionen zurückgehen“, sagt sie. Genaue Zahlen könne sie allerdings nicht nennen. „Das sind ja nur Vermutungen.“ Ein weiterer Faktor, der negativ zu den Anmeldezahlen beigetragen haben könnte, ist, dass der Sternsingertag in diesem Jahr noch in die Schulferien fällt. Dass einige Kinder nicht vor Ort sind, sei somit möglich, erklärt sie.

Mehr Aufklärung

Damit noch genug Anmeldungen eintreffen, hält die Organisatorin es ebenfalls für wichtig, über die Sternsinger im Allgemeinen aufzuklären. „Viele Menschen wissen gar nicht genau, was wir machen“, sagt sie. Das spiegle sich beispielsweise darin wider, dass sie denken würden, nur katholisch getaufte Kinder dürften mitmachen. Karrasch: „Das stimmt aber nicht. Es ist jeder bei uns herzlich willkommen.“ Und auch, dass die Kinder von 9.30 bis 16 Uhr komplett durchlaufen sollen, sei ein Vorurteil, das oftmals von einer Anmeldung abhalte. Denn wie lang die Kinder unterwegs sein sollen, sei nicht vorgegeben. „Ob eine Stunde oder zwei Stunden – das ist ganz egal. Die Kinder haben ja auch kurze Beine. Da ist es ja klar, dass sie nicht so lange laufen können.“

Vorbereitungen laufen

Auch wenn bei der Teilnehmerzahl noch Luft nach oben ist, bereiten sich die Kinder ab fünf Jahren auch in diesem Jahr wieder traditionell im Pfarrhaus der St.-Marien-Kirche (Breslauer Straße 18) auf das Sternsingen vor. Sie treffen sich am Freitag, 16. Dezember, um 15 Uhr, um Kronen für ihre Kostüme zu basteln, Lieder zu proben und gemeinsam zu tanzen. „Wer wissen möchte, was wir so machen, ist ebenfalls herzlich willkommen.“ Weitere Informationen gibt es bei Karrasch telefonisch unter Tel. 0177/3069028.

Christin Hufer
Christin Hufer Redaktion Wildeshausen
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