Harpstedt - Das Anmeldeverfahren für samtgemeindeeigene Kindertagesstätten und -krippen soll geändert werden: Das beantragt die Harpstedter Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Ein Kind, das einen Platz in einer der Einrichtungen hat, soll diesen behalten, bis die Eltern den Platz kündigen oder das Kind beispielsweise aus Altersgründen die Einrichtung automatisch verlässt. Außerdem sollten die Kriterien, nach denen die Plätze vergeben werden, überarbeitet werden.
„Die Tatsache, dass Eltern jährlich erneut für ihre Kinder das Anmeldeverfahren für einen Platz in einer Einrichtung der Samtgemeinde durchlaufen müssen, stresst die gesamte Familie“, führen die Grünen als Begründung in ihrem Antrag an. Bei der Anmeldung werde angegeben, in welchen Einrichtungen das Kind möglichst einen Platz erhalten soll. Aufgrund der Kapazität kann nicht grundsätzlich der Erstwunsch erfüllt werden. Durch die jährliche Neuvergabe der Plätze könne es vorkommen, dass ein Kind eventuell nicht in der Kindertagesstätte oder Kinderkrippe bleiben kann, in der es sich eingelebt hat, heißt es weiter.
Hinzu komme, dass die Vergabereihenfolge momentan ausschließlich nach Alter der Kinder entschieden wird. „So kann es zum Beispiel vorkommen, dass bei einer Familie mit mehreren Kindern ein Kind in Harpstedt in der Waldburg einen Platz erhält und das zweite Kind täglich zum Beispiel nach Beckeln zur Rappelkiste gebracht und wieder abgeholt werden muss.“
